„Bessere Schutzmaßnahmen für Rettungsdienst dringend notwendig“


Wiesbaden (pm) – Um der Zunahme von Übergriffen auf Rettungsbedienstete entgegenzuwirken, hat der sozialpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion in Hessen, Dr. Thomas Spies, einen Entwurf für Änderungen am Rettungsdienstgesetz vorgestellt: „Wir können nicht hinnehmen, dass Angehörige des Rettungsdienstes immer häufiger Opfer von Angriffen werden. Wer sich für die Rettung anderer einsetzt, muss selbst optimal geschützt sein.“

Die Vorschläge der SPD-Landtagsfraktion gehen auf aktuelle Erkenntnisse zurück, nach denen es in den letzten zehn Jahren eine deutliche Zunahme von Angriffen auf den Rettungsdienst gab. Danach sind 59 Prozent der Rettungskräfte innerhalb eines Jahres Opfer eines gewalttätigen Angriffs geworden. „Diese Tatsache kann ich selbst bestätigen“, so Dr. Spies, der regelmäßig als Notarzt tätig ist.

Eine Anhörung mit Wissenschaftlern, Rettungsdienstorganisationen und Helferverbänden im Sommer ergab, den Rettungsdienst selbst besser auf Gefahrensituationen vorzubereiten. Eine Verschärfung des Strafrechts vor wenigen Jahren habe keinen Nutzen gehabt. Deshalb müssten die Einsatzkräfte Techniken erlernen, mit denen kritische Entwicklungen früh erkannt und abgewendet werden könnten.

Dr. Spies wünscht für jeden Rettungsdienstmitarbeiter eine Ausbildung in Deeskalationstechniken sowie Selbstschutz. Dies sei auch die Forderung der Rettungsdienste und der Fachwissenschaft gewesen. Die SPD hofft auf eine breite Zustimmung im hessischen Landtag. Sollten die Beratungen im hessischen Landtag zügig verlaufen, könnten schon für das Frühjahr 2013 die ersten Kurse geplant werden.

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