Berufstaucher kam in die Druckkammer


München (BF) – Ein schwerer Tauchunfall ereignete sich gestern Nachmittag auf einer Großbaustelle in der Münchner Innenstadt.

Ein 46 jähriger Berufstaucher musste in einer Wassertiefe von 23,50 Metern routinemäßig Schweißarbeiten in einem Rohr durchführen. Nach Beendigung seiner Arbeiten, führte der erfahrene Taucher einen Regelaufstieg mit allen Dekompressionszeiten durch. Als er aber die Oberfläche des Rohres erreichte klagte er plötzlich über Übelkeit, Schwindel und kribbeln in Gelenken.

Mit Hilfe der alarmierten Feuerwehr und einem auf der Baustelle vorhandenen Rettungskorb wurde der verletzte Mann aus der Baugrube wieder auf Straßenniveau gehoben.

Bis zum Eintreffen in einer Münchner Klinik verschlechterte sich der Patientenzustand zunehmend. Parallel zu den Untersuchungen und Ersttherapien im Schockraum versetzte die Integrierte Leitstelle die Druckkammer auf der Feuerwache „Ramersdorf“ in Bereitschaft.  Noch während der anschließenden Hyperbartherapie zeigte der Mann eine deutliche Besserung seiner Symptome und war wieder voll ansprechbar.

Durch die schnelle Schleusung ist die Wahrscheinlichkeit einer kompletten Genesung sehr hoch.

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