Berliner Rettung weiter zu langsam


Berlin (rd.de) – Die Berliner Feuerwehr leidet an strukturellen Problemen. Der Rettungsdienst ist weiterhin zu langsam, die Notrufleitungen bisweilen überlastet. Während die Einsatzzahlen weiter steigen, klagt die Feuerwehr über Nachwuchsprobleme.

Eine erste Hochrechnung für das Jahr 2009 summiert sich auf 427.500 Einsätze. 2007 waren es noch 330.149 Einsätze: Eine Steigerung von fast 30 % in nur zwei Jahren.

Um die Lage der RTW-Eintreffzeiten zu verbessern, kündigt die Feuerwehr an, die Hilfsorganisationen im Bereich Rettungsdienst intensiver als bisher mit einzubinden. In vereinzelten Fällen soll es zudem Verzögerungen bei der Annahme und Abwicklung von Notrufen gegeben haben.

Kopfschmerzen bereitet der Berliner Feuerwehr aber auch der Nachwuchsmangel. Während junge Menschen vor dem Abitur eher nicht zur Feuerwehr gehen wollen, fehlen die eigentlich für den Feuerwehrdienst gewünschten Schulabgänger mit Mittlerer Reife. Bewerber mit einem Hauptschulabschluss scheitern nicht selten an der Einstellungsprüfung.

In Berlin haben 25,7 Prozent der Einwohner einen Migrationshintergrund. Bislang ist man mit den Bemühungen, türkischstämmige Mitbürger für den Dienst bei der Feuerwehr zu begeistern, wenig erfolgreich.

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