Bergwacht strebt Feuerwehr-Regelung an


Freiburg (BW) – Die Bergwacht Schwarzwald schlägt Alarm: Durch die stetig wachsende Zahl an Einsätzen wollen die Bergretter eine ähnliche Freistellungsregelung wie Mitglieder freiwilliger Feuerwehren erreichen.

„Die Einsatzzahlen steigen – vor allem unter der Woche. Immer öfter müssen die ehrenamtlichen Bergretter ihren Arbeitsplatz verlassen und in den Einsatz gehen, ohne dass sie oder ihr Arbeitgeber hierfür eine Entschädigung oder eine Lohnfortzahlung erhalten. Jeder Einsatz ist in der Freizeit der Retter, die diese Fehlzeiten nacharbeiten müssen. Auf Dauer ist dies eine große Belastung der Retter, die immer größer wird“, stellt David Vaulont von der Bergwacht Schwarzwald fest.

Nach dem baden-württembergischen Feuerwehrgesetz erhalten die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr im Einsatzfall weiterhin ihren Lohn. Seit 2013 gibt es in Bayern eine solche Regelung auch für die Ehrenamtlichen im Rettungswesen, beispielsweise der Bergwacht.

„Um den ehrenamtlichen Rettungsdienst zu stärken und langfristig zu sichern, ist unser Ziel eine Regelung wie im bayrischen Rettungsdienstgesetz, damit die ehrenamtlichen Retter den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehren gleichgestellt werden“, so Vaulont. „Auf Dauer wird sonst die Belastung der Bergretter – gerade in den bundesweit beworbenen Wandergebieten wie der Wutachschlucht – zu groß.“

Unterstützung erhält die Bergwacht vom DLRG-Landesverband Baden: „Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft im Landesverband Baden stehen voll hinter dieser Forderung“, erklärte die Landesverbandspräsidentin Ingrid Lehr-Binder. „Auch unsere Einsatzkräfte werden vermehrt unter der Woche alarmiert und verlassen ihren Arbeitsplatz, um ehrenamtlich zu helfen“, beschreibt sie die Situation.

Wie bei den Helfern der Bergwacht erhalten auch die Lebensretter der DLRG oder die Arbeitgeber keinerlei Entschädigung.

(03.09.2014)

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