Bergwacht rettet Soldaten mit Fußverletzung


Schneizlreuth (BRK) – Einen 23-jährigen Bundeswehrsoldaten mit einer schweren Fußverletzung mussten Einsatzkräfte der Bergwachten Bad Reichenhall und Freilassing sowie die Besatzung eines Bundeswehr-Hubschraubers am Donnerstagvormittag vom Schrecksteig auf der Reiter Alpe retten. Der Mann aus Gießen hatte sich gegen 10 Uhr beim Abstieg in rund 1.325 Metern Höhe das Sprunggelenk gebrochen. Seine Kameraden leisteten sofort Erste Hilfe und setzten einen Notruf ab. Die Rettungsleitstelle Traunstein alarmierte den Einsatzleiter der Reichenhaller Bergwacht, der mit insgesamt sechs weiteren Einsatzkräften per Geländewagen über die Forststraße zum Unfallort ausrückte. Da die Einsatzstelle höher als ursprünglich gemeldet und in einem dichten Waldstück lag, forderte die Bergwacht einen Hubschrauber des Bundeswehr-Lufttransportgeschwaders 61 aus Penzing an; die Besatzung war bereits zur Gebirgsflugausbildung in Oberjettenberg vor Ort und nahm den Einsatzleiter, den Arzt und einen weiteren Luftretter der Reichenhaller Bergwacht auf. Die Einsatzkräfte wurden nach einem kurzen Suchflug per Hubschrauber-Seilwinde abgesetzt und übernahmen die medizinische Erstversorgung des Patienten, der im Anschluss rund 30 Meter bis zur nächsten Lichtung getragen werden musste, von wo aus er mit der Winde aufgenommen und ins Tal geflogen wurde. Aufgrund der schwierigen Wind- und Geländeverhältnisse waren die Piloten besonders gefordert; die Retter und der Patient konnten bei zwei Anflügen nur einzeln in den Hubschrauber aufgeseilt werden. Den weiteren Transport des Patienten ins Kreiskrankenhaus Bad Reichenhall übernahm eine Krankenwagen-Besatzung des Roten Kreuzes. Insgesamt sieben Einsatzkräfte der Bergwachten Bad Reichenhall und Freilassing waren rund zweieinhalb Stunden lang gefordert.

One Response to “Bergwacht rettet Soldaten mit Fußverletzung”

  1. thomaswagner on Juni 1st, 2009 07:26

    Es erscheint mir schon etwas seltsam, warum ein Patient, der sich bereits medizinisch versorgt in einem Hubschrauber befindet, an eine „Krankenwagen-Besatzung“ übergeben wird. Hier ist meines Erachtens eine unnötige Verschwendung von Ressourcen geschehen, denn auch ein Bundeswehr-Hubschrauber kann am KH Bad Reichenhall landen…

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