Bayern vereinbart enge Zusammenarbeit im Hochwasserschutz


München (IM BY) – Die enge Zusammenarbeit zwischen Wasserwirtschaft und Katastrophenschutz im Hochwasserfall soll in Bayern weiter ausgebaut werden. In diesem Ziel seien sich der Bayerische Umweltminister Dr. Marcel Huber und Bayerns Innenminister Joachim Herrmann einig, teilte das Bayerische Staatsministerium für Verkehr am Mittwoch (23.07.2014) mit.

Anlässlich einer gemeinsamen Hochwasserschutzübung der Landkreise Erding und Freising machte Huber deutlich: „Im Katastrophenfall steht für die Staatsregierung der Schutz von Menschen, Umwelt und Infrastruktur an oberster Stelle. Dank der sehr guten Zusammenarbeit von Wasserwirtschaft und Katastrophenschutz konnten beim Juni-Hochwasser 2013 noch größere Schäden verhindert werden.“

Um die Zusammenarbeit in Zukunft noch effizienter zu gestalten, sollen Führungskräfte des Katastrophenschutzes in den Bereichen Hochwasserschutz und Deichverteidigung nochmals intensiv und gezielt geschult werden. „Ein entsprechendes Ausbildungskonzept Hochwasserschutz und Deichverteidigung wird derzeit on Innenministerium und Umweltministerium erarbeitet. Die Ausbildungsmaßnahme soll im nächsten Jahr starten“, so Herrmann.

Die Einsatzorganisationen spielen bei Hochwasserereignissen eine wichtige Rolle für die Gefahrenabwehr. Sie warnen die Bevölkerung, bauen mobile Hochwasserschutzeinrichtungen auf und evakuieren Gebäude oder ganze Regionen. Alleine während des Juni-Hochwassers 2013 wurden rund 13.600 Personen in Sicherheit gebracht.

Insgesamt waren rund 100.000 Kräfte im Einsatz. Dabei können die Katastrophenschutzbehörden und Einsatzorganisationen in Bayern neben der umfassenden Hochwassernachrichten-App bereits im Vorfeld auf flächendeckende Hochwassergefahren- und Hochwasserrisikokarten für Bayern zurückgreifen. Das ermöglicht Rückschlüsse auf das Schadenspotenzial für Menschen, Umwelt, Kulturerbe und lokale Wirtschaft.

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