Bayern: Gleiche staatliche Anerkennung für alle ehrenamtlichen Helfer


München (pm) – Innenminister Joachim Herrmann hat gestern im Bayerischen Landtag den Entwurf zu einem Feuerwehr- und Hilfsorganisationen-Ehrenzeichengesetz vorgestellt. Mit ihm sollen alle ehrenamtlichen Helfer der Hilfsorganisationen bei den staatlichen Ehrungen gleichgestellt werden.

„Wir müssen das ehrenamtliche Engagement unserer vielen Helfer in den Hilfsorganisationen auch gleichermaßen würdigen“, so Herrmann. „Sie alle verdienen dieselbe staatliche Anerkennung und Auszeichnung.“ Seit vielen Jahren werden in Bayern staatliche Ehrenzeichen für langjährige Dienstzeiten und besondere Verdienste nur den Mitgliedern der Feuerwehren und des Bayerischen Roten Kreuzes verliehen.

Mit dem gestern vorgestellten Gesetzentwurf soll diese Möglichkeit auf alle katastrophenhilfspflichtigen, im Rettungsdienst mitwirkenden freiwilligen Hilfsorganisationen erweitert werden.

Zu den neu aufgenommenen Hilfsorganisationen gehören der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), die Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH), der Malteser Hilfsdienst (MHD), die Deutsche-Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) sowie der Landesverband Bayern des Technischen Hilfswerks (THW).

Das Ehrenzeichen soll es nach dem Gesetzentwurf künftig für 25-jährige und 40-jährige aktive ehrenamtliche Dienstzeit und das Steckkreuz für besondere Verdienste geben. Von den rund 470.000 Einsatzkräften der nicht polizeilichen Gefahrenabwehr sind 450.000 ehrenamtlich in Feuerwehren, Hilfsorganisationen und im Technischen Hilfswerk engagiert.

Das Ehrenzeichengesetz soll möglichst noch in diesem Jahr vom Landtag beschlossen werden und dann am 1. Januar 2013 in Kraft treten.

One Response to “Bayern: Gleiche staatliche Anerkennung für alle ehrenamtlichen Helfer”

  1. Barbara Lukaschewsky on Oktober 26th, 2012 20:51

    Wenn ich Nachrichten aus Bayern lese ,kommt es mir vor als wäre das ein anderer Planet . . Aber schön ,daß man dort auch mal an die “ Freiwilligen “ denkt .

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?