Bayerischer Ärztetag gegen NotSanG


München (rd.de) – Der 71. Bayerische Ärztetag bittet die Bayerische Staatsregierung, im Bundesrat gegen das geplante Notfallsanitäter-Gesetz (NotSanG) in der derzeit im Bundeskabinett verabschiedeten Fassung zu stimmen.

Die jetzige Formulierung des Gesetzes stelle den Einstieg in die nichtärztliche heilkundliche Versorgung der Notfallpatienten dar, heißt es in den Beschlüssen des Ärztetages.

Zudem fordert der 71. Bayerische Ärztetag die Durchführenden des Notarztdienstes (Kassenärztliche Vereinigung Bayerns) und die Kostenträger (Krankenkassen) auf, die Voraussetzungen für die weitere Vergütung der Notarzteinsätze zu schaffen und von einer Absenkung Abstand zu nehmen.

Ferner fordert der Ärztetag, dass für die Sicherung der Vergütung der Notarzteinsätze nach dem novellierten BayRDG zur Identifikation des Patientenkontaktes eine eindeutige Patientennummer geschaffen werde, die auch bei rettungsdienstbereich-übergreifenden Einsätzen nur einmal pro Patient von der Integrierten Leitstelle vergeben wird.

Die Beschlüsse des 71. Bayerischen Ärztetages können hier abgerufen werden.

12 Responses to “Bayerischer Ärztetag gegen NotSanG”

  1. Andreas Niemeyer via Facebook on Oktober 18th, 2012 08:11

    Na wer hätte das gedacht! Ärzte die gegen diese Neuerung sind, Hhmmmmmm?!?! Woran das wohl liegen mag?

  2. Stephan Birkholz via Facebook on Oktober 18th, 2012 08:35

    so sieht’s aus

  3. Stefan Uh via Facebook on Oktober 18th, 2012 09:48

    Wäre auch überraschend gewesen, wenn die Ärzte-Verbände das anders sehen würden. Schade, dass man sich dort gegen das Wohl des Patienten stellt.

  4. Ben Gericke via Facebook on Oktober 18th, 2012 10:20

    Man wann hört dieses blockierende und sinnlose geschwafel der Ärzteschaft auf ????

  5. doggi on Oktober 18th, 2012 10:28

    wer hätte das gedacht 🙂

  6. Alexander Reinold on Oktober 18th, 2012 11:12

    Worüber regen die sich auf.
    Das Gesetz besagt bis jetzt, wie Ausbildung aussieht. Keine Kompetenzen sind aufgeführt. Es ist noch nichts entschieden. Zu mal der deutsche RD schon ziemlich alleine da steht mit diesem Notarztsystem. Ein grßer Teil der EU und auch der übrigen Welt, nutzen andere Systeme. Also kann das dann so schlecht sein?
    Ja es gibt schlechte Rettungsdienstmitarbeiter, aber genauso auch schlechte Notärzte. Warum also immer nur den schwarzen Peter dem anderen Lager zu schieben. Lieber gemeinsam eine Verbesserung und einheitliche Versorgung der Patienten erreichen.

    Ruhigen Dienst euch

  7. Maik Pfanner via Facebook on Oktober 18th, 2012 11:48

    Sie schaffen es ja nicht einmal überall die hausärztliche Versorgung sicher zu stellen. Mal abgesehen davon was tut ein Notarzt noch großartig an der Einsatzstelle? Die Patienten sind häufig durch die Rettungsassistenten schon maximal versorgt. Augrund der geltenden Gesetzeslage ist man häufig gezwungen auf den Notarzt zu warten. Dies bedeutet eine längeres präklinisches verbleiben zu lasten des Patienten. Na Hauptsache die Herrschaften sind sich bei den Praxishonoraren einig. Tz

  8. Markus Hoffmann via Facebook on Oktober 18th, 2012 12:37

    Erst den Entwurf lesen, dann analysieren und dann erst meckern. Laut §4 Abs 7C steht dort eindeutig „bis zum eintreffen des Notarztes“ Somit kann es schon kein austieg aus dem Notarztsystem sein. Manche im Bayerischen Ärztetag müssen wohl nochmal zur Grundschule um Lesen zu lernen.

  9. Rene Sommerer via Facebook on Oktober 18th, 2012 12:52

    Das bringt nix. Man muß es auch verstehen können. Wen interessiert, was Ärzte wollen. Seit wann juckts nen Metzger, was ein Bäcker will. Beide sind in der Nahrungsmittelbranche. So verhält es sich mit Ärzten und uns. Sollen die in Ihrer Praxis bleiben und uns in Ruhe lassen. Wir verkaufen auch keine IGEL

  10. Barbara Lukaschewsky on Oktober 18th, 2012 14:40

    Also ich ziehe so ziemlich jeden kollegen aus dem bremer rd einem na vor ,und das aus erfahrung ! Ich frag mich manchmal echt wozu die studieren ,wahrscheinlich um ihre forderungen in adäquaten beamtendeutsch verfassen zu können . Aber das ist ja halt bayern -und nicht deutschland 😉

  11. tangotango on Oktober 18th, 2012 14:42

    @Markus Hoffmann
    „bis zum Eintreffen des Notarztes oder dem Beginn einer weiteren ärztlichen
    Versorgung…“

    Interessant, wie sich die Ärzteschaft windet und ächzt, während gleichzeitig in Deutschland ein Gesetz kommt, in dem es nicht-ärztlichem Personal erlaubt wird, an den Geschlechtsteilen von Kindern herum zu schneiden.

    Jämmerlich.

  12. Benny on Oktober 18th, 2012 20:00

    @ tangotango: Wie Recht Du hast!!! Aber wer traut sich überhasupt noch, so etwas offen anzusprechen?

    Man muss doch alles nur unter dem Dach der Religion machen, dann geht in D nahezu alles.

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