Über 100 Verletzte durch giftige Dämpfe


Bamberg (pol/rd.de) – Wegen starker Übelkeit und Atembeschwerden mussten am frühen Freitagmorgen 101 Arbeiter der Firma Bosch in Bamberg in die Krankenhäuser von Bamberg und der Umgebung eingeliefert werden.

Wie sich herausstellte, war zunächst einem Nachtschichtarbeiter gegen 2.30 Uhr am Fließband schlecht geworden. Zuvor waren Metallwerkstücke in einem Tauchbad in ein Korrosionsschutzmittel gelegt und anschließend weiter bearbeitet worden. Ein übliches Verfahren. Aus noch nicht geklärter Ursache kam es diesmal zu einer noch nicht näher definierten chemischen Reaktion und  zur Freisetzung von Dämpfen, die zu Atembeschwerden und Übelkeit der insgesamt 101 Arbeiter führten. Zunächst war die Polizei nur von 60 Patienten ausgegangen, bis zum Vormittag meldeten sich aber immer mehr Betroffene.

In einem Großeinsatz von Werkfeuerwehr und Rettungsdienst wurden die Verletzten erstversorgt und zur genaueren Untersuchung in die Krankenhäuser transportiert.

Eine Umweltgefährdung ist laut Feuerwehr auszuschließen und bestand auch zu keiner Zeit. Gegen 6.15 Uhr sei der reguläre Betrieb in der Firma wieder aufgenommen worden.

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