Baden-Württembergs Rettung immer noch zu langsam


Stuttgart (pm/rd.de) – „Die Einhaltung der gesetzlichen Hilfsfristen in der Notfallversorgung hat für mich absoluten Vorrang“, sagte Innenminister Reinhold Gall bei der Präsentation des Berichts über die Entwicklung der Hilfsfristen für 2010.

Im Südwesten gilt eine Hilfsfrist von 15 Minuten für den Rettungswagen als auch den Notarzt bis zum Eintreffen am Notfallort. Diese soll über ein Jahr hinweg in 95 Prozent der Einsätze eingehalten werden. 2010 hat sich die Bilanz eher ungünstig entwickelt. Die Helfer führen dies vor allem auf vermehrte Einsätze und die strenge Witterung vor der Jahreswende zurück. Allerdings seien mancherorts auch die vom Landesausschuss für den Rettungsdienst im Juli 2008 beschlossenen Verbesserungen noch nicht im gewünschten Umfang wirksam.

Der Landesausschuss für den Rettungsdienst wird sich in seiner Sitzung am 22. Juli 2011 mit der Hilfsfristbilanz 2010 befassen. In den Rettungsdienstbereichen Biberach, Konstanz und Karlsruhe wurde die Hilfsfrist 2010 sowohl bei Notarzt- wie Rettungswageneinsätzen eingehalten.

Nach einem Bericht der Stuttgarter Zeitung sind das aber die einzigen Lichtblicke im Ländle: 13 der 37 Rettungsbezirke erreichen nicht einmal 90 Prozent. Schlusslicht ist Calw. Hier kommt die Rettung mit 76,4 Prozent viel zu selten innerhalb der vorgegebenen Hilfsfrist.

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