Baden-Württemberg: DRK befürchtet Personallücke


Stuttgart (DRK) – Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) forderte am Freitag (28.03.2014) die Landesregierung Baden-Württembergs auf, die Finanzierung der Ausbildung zum Notfallsanitäter zu sichern. Andernfalls befürchtet das DRK Personallücken im Rettungsdienst.

Im Sommer werde die Ausbildung des Rettungsdienst-Personals zum Notfallsanitäter beginnen. Doch keiner wolle die Ausbildungskosten übernehmen, klagt das DRK. Der Streit zwischen Politik und Krankenkassen blockiere den Ausbildungsstart. Bewerber würden bereits abspringen; es drohe ein Personalmangel.

Das neue Notfallsanitätergesetz setze einige bereits seit Jahren vom DRK geforderten und längst überfälligen Punkte um, teilte die Organisation mit. Dazu gehört unter anderem die dreijährige Ausbildung.

Im Sommer 2014 solle es losgehen. Doch in Baden-Württemberg und anderen Bundesländern sei zwischen Landes- und Bundesbehörden sowie den Krankenkassen umstritten, welche Kosten durch das neue Gesetz mit der dazugehörenden Ausbildungsverordnung entstünden und wer in welchem Umfang Kosten übernehmen müsse.

„Uns laufen die Zeit und die Auszubildenden davon“, klagt Dr. Lorenz Menz, Präsident des DRK-Landesverbands Baden-Württemberg. „Solange das Hin und Her zwischen Politik und Krankenkassen verhindert, dass die Ausbildung und die Auszubildenden bezahlt werden, können wir nicht ausbilden und die Bewerber suchen sich einen anderen Job.“ Dies führe in zwei bis drei Jahren zu einem bedrohlichen Personalmangel, der ohne Qualitätsverlust nicht mehr aufzufangen sei. „Wir können und dürfen keine angelernten Laien auf die Rettungswagen setzen.“

Zwar begrüße es das DRK, dass Sozialministerin Altpeter nun auf eine parlamentarische Anfrage hin die Zuständigkeit für die Übernahme der Ausbildungskosten zum Notfallsanitäter in Richtung Krankenkassen beantwortet habe. Dies sei jedoch nur ein erster Schritt. Entscheidend sei eine konkrete Regelung, die das Votum des Ministeriums umgehend in die Praxis überführt, fordert das Rote Kreuz.

2 Responses to “Baden-Württemberg: DRK befürchtet Personallücke”

  1. Alex on März 31st, 2014 16:26

    Keine Laien mehr auf dem RTW? D.h. entsprechend also kein ehrenamtliches Personal mehr? Das könnte teuer werden.

    Und zum Personalmangel..mit Sicherheit ist die aktuelle Unklarheit der Bezahlung ein Grund, ob allerdings die Arbeitsbedingungen und vor allem die späteren Perspektiven für junge Menschen interessant sind, wird nicht thematisiert. Evtl. für die HiOrgs ein Punkt, über den man sich Gedanken machen sollte…

    Grüße

    Alex

  2. Olaf on April 1st, 2014 08:41

    Wer hat schon Lust eine Lücke zu füllen? Und für eine gewisse Zeit zu arbeiten um dann wieder fallen gelassen zu werden……………..Da müssen sich die Orgis nicht wundern oder die Privaten das es keinen lange im RD hält.

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