Baby-NAW kann nicht ausrücken


Datteln (rd.de) – Der hochmoderne Baby-Notarztwagen „Felix“ kann in Datteln nicht aurücken. Wie die Stimberg Zeitung berichtet, ist der Transportinkubator zu hoch montiert. Probleme schaffe auch die seitliche Landevorrichtung.

Nach der medienwirksamen Indienststellung des hochmordernen Baby-Notarztwagens in Datteln, herrscht in der Vestischen Kinder- und Jugendklink Datteln und bei der Björn-Steiger-Stiftung Katerstimmung. In der Praxis erweist sich die Montage des Transportinkubators als Problem; er thront zu hoch über dem Tragetisch, was die Arbeit der Kinderkrankenschwestern stark erschwert. Nach Angaben der Stimberg Zeitung hat die Björn-Steiger-Stiftung diesen Mangel eingeräumt. Weiterhin berichtet die Zeitung über Schwierigkeiten beim Be- und Entladen. Hier erweist sich die Breite der Krankenhausanfahrten als Problem, weil der Inkubator wegen der Quermontage seitlich entnommen werden muss.

Nachbesserungen an der Inkubatormontage sollen Ende Juli durchgeführt werden.

12 Responses to “Baby-NAW kann nicht ausrücken”

  1. Hagen on Juli 17th, 2012 12:15

    Danke :)

  2. der Münchner on Juli 17th, 2012 12:58

    so, lest mal die Kommentare bei der Ankündigung. Kaum schrieb einer, das es beim Be- und Entladen Probleme geben könnte, gabs böse Kommentare (Provinzkrankenhäuser). Nun sind genau das die K.O. Kriterien, die das System scheitern lassen.

  3. ich on Juli 17th, 2012 17:28

    Der Inkubator zu hoch, mag ja ein Argument sein, aber die seitliche Entnahme wohl nicht, dann muss man halt vor der Halle oder draußen parken, wo ist da das Problem.

  4. charlie-zulu on Juli 17th, 2012 20:29

    Eben,.. genau das müssen wir hier bei den Provinzkrankenhäusern auch mit unseren normalen RTWs machen. Die sind einfach zu groß für die alten Hallen.

  5. der Münchner on Juli 18th, 2012 08:36

    @ich
    Sorry, Du kennst dann aber nicht die Situation in den Kliniken München, da parkst Du dann aber ein ganzes Stück vom Haus, meist noch außerhalb der Rampe. In anderen Städten dürfte es ähnlich sein. Das man das komplett ausgeblendet hat und hierzu auch keine Kritik zugelassen hat, zeigt, dass man an den Erfahrungen der diensttuenden Kollegen kein Interesse hat. Das der Inkubator zu hoch ist, ist ein weiteres Indiz dafür, dass hier Theoretiker am grünen Tisch geplant haben.

  6. Mario Gongolsky on Juli 18th, 2012 09:12

    Also was ich nicht verstehe ist, wohin man mit der ausgeladenen Trage denn fahren soll? In aller Regel ist die Tür zur Notaufnahme doch wohl seitlich einer Durchfahrtshalle angebracht. Wie kann es dann ein Problem sein, den Inkubator seitlich zu entnehmen. Das müssen doch bauliche Fehlplanungen der KH-Anfahrten sein.

  7. Hagen on Juli 18th, 2012 09:22

    @Mario Gongolsky: Ist es nicht günstiger, einen BNAW mit Längsein- und ausstieg einzusetzen als alle betroffenen Provinzkrankenhäuser zu modernisieren? ;-) Die werden doch sowieso demnächst alle von Marseille und Rhön & Co. platt gemacht… ;-) ;-)

  8. Mario Gongolsky on Juli 18th, 2012 09:39

    @Hagen: Der Inkubator-Quereinbau war ein wesentliches Kontruktionsmerkmal, um die Beschleunigungskräfte zu verringern.

  9. Hagen on Juli 18th, 2012 11:13

    @Mario Gongolsky: Ich weiss… Mein Comment sollte ironisch sein -> daher auch die Smilies… Hier mal ganz ohne. Befürworte den Quereinbau ja auch – uneingeschränkt.

  10. Hanseretter on Juli 18th, 2012 11:37

    Bei vielen Modellen müssen auch Tragestühle seitlich entnommen werden und auch da muss man ab und zu vor Ort zaubern. Von zu tiefen Vordächern oder Kelleranfahrten, bei denen Aufsetzgefahr herrscht, ganz zu schweigen…

  11. Jörn on August 3rd, 2012 00:13

    Also, am 1. August 2012 stand der Baby-NAW “FELIX-3″, vor Ort besser bekannt unter dem Funkrufnamen “Florian Recklinghausen 2/81-1″, einsatzbereit auf der Feuer- und Rettungswache 2 in Datteln, wovon ich mich persönlich überzeugen konnte. Tags zuvor war er noch im Auftrag der Björn Steiger Stiftung unterwegs…

    Nächtliche Grüße aus dem Südwesten

  12. Jörn on August 17th, 2012 07:30

    Am Sonntag, den 12. August 2012 hatte ich Gelegenheit, mir den an der DRK-RW 8 in Gelsenkirchen stationierten Baby-Notarztwagen der Feuerwehr Gelsenkirchen anzuschauen. Es handelt sich um einen Mercedes-Benz Sprinter ’06 Kastenwagen mit Quereinbau des Tragentischs für den Transport-Inkubator. Das von den Kostenträgern mitfinanzierte Spezialfahrzeug, das einen von der Björn Steiger Stiftung im Juni 1999 zur Verfügung gestellten Baby-NAW auf Basis des Mercedes-Benz Sprinter ’96 Kastenwagen ersetzt, wurde von der mittlerweile insolventen Firma BINZ Ambulance und Umwelttechnik GmbH aus Ilmenau nach den Vorgaben von BF, DRK und Kinderklinik GE zum Baby-NAW ausgebaut (vgl. http://feuerwehr-nrw.info/images/bilder/bild00000.jpg). Es ist eine Mischung aus dem Stuttgarter (u. a. mit drittem Sitz im Patientenraum für anzulernendes Personal), dem Frankfurter (verkürzte Stryker-Roll-In-Trage) und dem Reutlinger Baby-NAW (Arbeitsplatte und -tisch für Erstversorgung vor Ort, Staufächer) – quasi “ein Best Of” – und erfüllt nach Angaben der Kollegen seine Aufgaben zu 100 Prozent. Und die Kosten für diesen Baby-NAW dürften deutlich unter den momentan veranschlagten 450.000 Euro für einen FELIX gelegen haben.

    Sommerlich-sonnige Grüße aus dem Südwesten der Republik

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