Unfallflüchtiger löste große Suchaktion aus


Köln (ots) – Auf der Bundesautobahn A 1 hat am frühen Donnerstagmorgen (11. Dezember) ein junger Mann (21) nahe dem Leverkusener Kreuz einen Verkehrsunfall verursacht. Er sprang aus seinem Opel Corsa und flüchtete. Folge war eine stundenlange Suche der Polizei.

Ein Lkw-Fahrer (45) aus Hagen war gegen 01.00 Uhr auf der A 1 in Richtung Dortmund unterwegs und hatte gerade das Leverkusener Kreuz passiert. Plötzlich hörte er ein lautes Krachen und verspürte einen Schlag an seinem Fahrzeug.

Sofort hielt er sein Gespann auf dem Seitenstreifen an. Der Anhänger seines 7,5-Tonners war stark beschädigt. Etliche Kartons waren von der Ladefläche gefallen und lagen auf der gesamten Fahrbahnbreite verteilt. Der 45-Jährige eilte zu dem blauen Kleinwagen. Auch eine Autofahrerin (32) hielt und bot ihre Hilfe an.

Die Überraschung: Im Corsa saß niemand, aus einem angrenzenden Gebüsch soll aber ein Rascheln zu hören gewesen sein, so die Helfer. Die 32-Jährige leuchtete mit ihrer Taschenlampe die Böschung bis ins angrenzende Waldstück hinab, konnte den Fahrer aber nicht entdecken. Der Lkw-Fahrer verständigte daraufhin die Polizei.

Aufgrund der erheblichen Beschädigungen am Kleinwagen mussten die Beamten davon ausgehen, dass der Unfallfahrer möglicherweise schwerer verletzt sei. Der 21-jährige Wermelskirchener konnte weder im Nahbereich der Unfallstelle noch im angrenzenden Wohngebiet gefunden werden. Auch aufgrund der nächtlichen Außentemperaturen war eine Gesundheitsgefahr für ihn nicht auszuschließen.

Aus diesem Grund startete die Polizei eine groß angelegte Suchaktion. Dazu wurden auch ein Polizeihubschrauber und Spürhunde eingesetzt. Aber weder im Umkreis noch an möglichen Anlaufadressen in Leverkusen fanden die Beamten den 21-Jährigen. Erst Stunden später griff eine Streifenwagenbesatzung ihn auf einer Landstraße auf. Der unterkühlte junge Mann wurde mit einem Rettungswagen in ein Opladener Krankenhaus gebracht.

Den Polizeibeamten teilte der Wermelskirchener mit, nach dem Unfall geflüchtet zu sein, weil er zuvor Alkohol getrunken habe und stark übermüdet gewesen sei. Vor dem Hubschrauber habe er sich versteckt und danach völlig verlaufen. Dass sich seine Angehörigen und auch die Ordnungshüter Sorgen machten, schien er wohl nicht bedacht zu haben.

Dem Unfallflüchtigen wurden Blutproben entnommen, sein Führerschein beschlagnahmt. Der völlig demolierte Corsa wurde abgeschleppt, ebenso der stark beschädigte Lkw-Anhänger des Hageners. Die Autobahn in Richtung Dortmund war mehr als eine Stunde gesperrt. (ag)

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?