Autofahrerin stirbt bei Zusammenprall mit Lastwagen


(Foto: BRK)Freilassing (BRK/rb/ml) – Eine 31-jährige Frau aus Ainring ist am Donnerstagmorgen auf der B20 bei Freilassing mit einem 18-Tonner zusammengestoßen und noch am Unfallort verstorben. Der Lastwagenfahrer kam unverletzt davon, erlitt aber einen Schock. Er, ein weiterer Unfallzeuge und die Angehörigen der 31-Jährigen wurden vom Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes betreut.

Der Unfall ereignete sich gegen 7.15 Uhr auf der B20 zwischen den Freilassing Süd und Mitte. Den bisherigen Ermittlungen der Freilassinger Polizei war die 31-Jährige mit ihrem Kleinwagen in Fahrtrichtung Laufen unterwegs, als sie aus bisher nicht geklärter Ursache auf gerader Strecke zunächst aufs rechte Bankett geriet und dann in den Gegenverkehr direkt vor einen Lkw-Zug schleuderte. Der Laster stieß frontal in die Beifahrerseite des Kleinwagens, der durch die Wucht des Aufpralls in den Straßengraben geschleudert wurde. Die 31-Jährige wurde in ihrem Fahrzeug eingeklemmt.

Hinzukommende Verkehrsteilnehmer leisteten sofort Erste Hilfe und setzten einen Notruf ab, woraufhin die Leitstelle Traunstein die Freiwillige Feuerwehr Freilassing und das Rote Kreuz alarmierte. Der Freilassinger Notarzt und die Rettungsassistenten konnten aber nur noch den Tod der 31-Jährigen feststellen. Der 48-jährige Lenker des Lasters aus dem Landkreis Rottal-Inn blieb unverletzt, erlitt jedoch einen Schock und wurde vom Rettungsteam des Roten Kreuzes betreut. Der Kriseninterventionsdienst des BRK, der an die Unfallstelle gerufen wurde, kümmerte sich zunächst um den Mann und einen weiteren Ersthelfer, der den Unfall direkt beobachtet hatte und übernahm später die Betreuung der Angehörigen.

Rund 30 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Freilassing mussten die Verstorbene aus dem Autowrack bergen; sie sicherten zusätzlich die Unfallstelle ab, reinigten die Fahrbahn, unterstützten den Abschleppdienst beim Sichern der Lkw-Ladung und regelten den Verkehr. Beamte der Polizeiinspektion Freilassing waren zur Unfallaufnahme vor Ort, wobei die Staatsanwaltschaft zusätzlich ein unfallanalytisches und technisches Gutachten anforderte, wozu die Beamten einen Sachverständigen auf die B20 schickten. Beide Fahrzeuge wurden sichergestellt und mussten abgeschleppt werden. Am Zugfahrzeug des Lastzugs, der Styropor-Granulat geladen hatte, entstand nach einer ersten Einschätzung ein Sachschaden in Höhe von rund 10.000 Euro. Der Pkw der mutmaßlichen Unfallverursacherin ist völlig zerstört.

Die B20 wurde während der Unfallaufnahme und Fahrzeugbergung bis 11 Uhr komplett gesperrt, wobei die Feuerwehr den restlichen Verkehr lokal durch das Stadtgebiet umleitete; trotzdem kam es zu Behinderungen. Aufgrund der niedrigen Unterführung mussten die Lastwagen großräumig über die Autobahn ausweichen. Die Freilassinger Polizei wurde durch Beamte der Inspektionen Bad Reichenhall und Laufen unterstützt. Zusätzlich war die Besatzung eines Polizeihubschraubers im Einsatz, um Luftbilder anzufertigen.

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