Autofahrer auf A 27 tödlich verunglückt


Verden (FF) – Ein 66-jähriger Autofahrer ist am Mittwochabend (01.07.09) auf der A 27 bei Verden tödlich verunglückt. Der Braunschweiger war mit seinem Mercedes gegen das Heck eines Sattelzuges geprallt. Die Feuerwehr musste den eingeklemmten Mann aus seinem Fahrzeug bergen.

Der Unfall ereignete sich kurz nach 20 Uhr zwischen Verden und Langwedel. Nach Polizeiangaben war ein Lkw-Fahrer im Begriff vom Rastplatz „Holtebütteler Bruch“ in Fahrtrichtung Bremen auf die Autobahn aufzufahren. Ein 24-jähriger Lkw-Fahrer wollte dem 42-Jährigen das Einfädeln ermöglichen und wechselte mit seinem Kühl-Sattelzug vom Hauptfahr- auf den Überholfahrstreifen. Der nachfolgende Mercedes-Fahrer, der nach Einschätzung der Polizei „vermutlich mit sehr hoher Geschwindigkeit“ unterwegs war, konnte dem Sattelzug trotz Versuches nicht mehr ausweichen und prallte mit großer Wucht gegen dessen Heck. Der Lkw schleifte den Kombi noch mehrere hundert Meter mit, ehe er zum Stillstand kam. Ein weiträumiges Trümmerfeld erstreckte sich auf der Fahrbahn.

Der Autofahrer war durch den Aufprall offenbar sofort getötet worden. Obwohl sich zufällig ein einsatzbereiter Rettungswagen in unmittelbarer Nähe auf der A 27 befand und sich die Besatzung wenige Minuten nach dem Unglück um den Mann kümmerte, konnte nur noch dessen Tod festgestellt werden. Aus Verden rückten zusätzlich ein weiterer Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug an. Die Rettungsdienstmitarbeiter kümmerten sich auch um den schwer geschockten Lkw-Fahrer. Er musste vorsorglich in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

Die Leitstelle alarmierte den Rüstzug der Verdener Feuerwehr nach, nachdem feststand, dass der Mann in dem Wrack eingeklemmt worden war. Die Einsatzkräfte mussten den Pkw mit Hilfe einer Motorseilwinde von dem Lkw wegziehen und konnten anschließend mit hydraulischem Rettungsgerät das Opfer bergen. Zusätzlich banden die Helfer ausgelaufene Betriebsstoffe mit Bindemittel.

Aufgrund einer umfangreichen Unfallermittlung und Spurensicherung durch Polizei und einen Sachverständigen, musste die Feuerwehr die Einsatzstelle bei Einbruch der Dunkelheit weiträumig mit Scheinwerfern ausleuchten. Hierfür rückten kurz nach 22 Uhr weitere Feuerwehrkräfte sowie die Feuerwehrtechnische Zentrale mit einem Lichtmastanhänger aus. Insgesamt waren 37 Feuerwehrkräfte mit acht Fahrzeugen im Einsatz. Der Einsatz dauerte bis gegen 2.30 Uhr am Donnerstagmorgen.

Die Autobahn blieb in Richtung Bremen in dieser Zeit voll gesperrt. Die im Stau stehenden Autofahrer konnten nach Abschluss der Personenbergung über den Standstreifen an der Unfallstelle vorbei geleitet werden.

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?