Auto rast in Fußgängergruppe


Eschau, Kr. Miltenberg (pol) – Am frühen Samstagabend ist ein alkoholisierter Autofahrer auf der Verbindungsstraße zwischen Wildenstein und Eschau in eine Personengruppe gefahren.

Drei Fußgänger wurden von dem Pkw erfasst, ein Mann erlitt dabei so schwere Verletzungen, dass er noch an der Unfallstelle verstarb. Seine schwerverletzte Ehefrau und zwei weitere Leichtverletzte kamen ins Krankenhaus.

Gegen 18.15 Uhr war die sechsköpfige Personengruppe mit Fackeln ausgerüstet zu Fuß von Wildenstein nach Eschau unterwegs. Ein 25-Jähriger befuhr zeitgleich mit seinem Opel die Verbindungsstraße. Aus bislang nicht geklärten Gründen erfasste der Autofahrer drei der Fußgänger von hinten. Ein 43-Jähriger aus dem Landkreis Miltenberg wurde hierbei so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle verstarb. Seine ebenfalls aus dem Landkreis Miltenberg stammende 31-jährige Ehefrau kam nach notärztlicher Erstversorgung mit schweren Verletzungen in eine Spezialklinik nach Frankfurt am Main. Eine 50-Jährige aus Nordrhein-Westfalen blieb leicht verletzt und wurde vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht. Ebenfalls ins Klinikum musste eine 27-Jährige. Sie erlitt einen Schock. Die beiden weiteren Fußgänger im Alter von 29 und 45 Jahren kamen mit dem Schrecken davon. Sie stammen allesamt ebenfalls aus Nordrhein-Westfalen.

Der 25-Jährige Autofahrer aus dem Landkreis Miltenberg blieb unverletzt, erlitt jedoch einen Schock. Da er unter Alkoholeinfluss stand, ein Test ergab den Wert von 1,6 Promille, musste er die Beamten zur Polizeiinspektion Obernburg begleiten, wo ihm eine Blutprobe entnommen wurde. Sein Führerschein ist sichergestellt. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg kam zudem ein Sachverständiger an die Unfallstelle. Er soll jetzt den genauen Unfallhergang und die Unfallursache klären.

Die Freiwilligen Feuerwehren aus Eschau, Wörth a.Main und Hobbach waren mit 50 Einsatzkräften vor Ort. Sie unterstützten die polizeilichen Verkehrslenkungsmaßnahmen und leuchteten die Unfallstelle aus. Die unter Schock stehenden Fußgänger wurden von einem Kriseninterventionsteam der Notfallseelsorge betreut.

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?