Aus der Übung wurde ein Ernstfall


Fichtenberg (rd.de) – Eine Großübung im Schanztunnel der Bahnlinie zwischen Fichtenberg und Murrhardt (Rems-Murr-Kreis) wurde zum Ernstfall. Der laufende Dieseltriebwagen erzeugte zu viel Abgas: Helfer und Opferdarsteller in Gefahr.

Feuerwehr, Rettungsdienst und THW simulierten im Schanztunnel einen Bahnunfall. Die Opferdarsteller sollten in den Personenwagen ausharren, bis die Rettung kommt. Da die Oberleitung abgeschaltet wurde, lief einzig der Dieseltriebwagen im Tunnel. Durch die Abgase wurde es den Opferdarstellern und Helfern im Tunnel plötzlich schwindelig. Da schlugen auch schon die CO-Melder der Feuerwehr an. Die Übung musste eilig abgebrochen werden.

Weil der Verdacht einer Kohlenmonoxid-Vergiftung bestand, alarmierte die Einsatzleitung acht RTW, zwei Notärzte sowie fünf Rettungshubschrauber. Zum Zeitpunkt der erhöhten CO-Werte befanden sich Presseberichten zufolge über 90 Personen im Tunnel. Alle Betroffenen wurden ärztlich versorgt, doch nur sechs Helfer mussten vorsorglich ins Krankenhaus gebracht.

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