Aufwändige Rettung nach Lkw-Unfall


Nürnberg (BF) – Am frühen Donnerstagvormittag um ca. 08:30 Uhr wurde die Berufsfeuerwehr Nürnberg und der Rettungsdienst zu einem Lkw-Unfall auf die BAB 3 zwischen Nürnberg-Nord und Erlangen-Tennenlohe gerufen.

Noch vor einem großen Baustellenbereich Richtung Erlangen war es zu einem Auffahrunfall zwischen zwei Lkw – beladen mit tonnenschweren Papierrollen und dicht gestapelten Holzpaletten – gekommen. Der Fahrer des hinteren Lkw wurde dabei massiv in seiner Fahrerkabine eingeklemmt. Der Fahrer des vorderen Lkw erlitt hingegen laut Berufsfeuerwehr Nürnberg nur leichte Verletzungen.

Die technische Rettung der eingeklemmten Person gestaltete sich schwierig und aufwendig. Ein Notarzt und ein größeres Team des Rettungsdienstes versorgten ständig den Patienten, während sich die Besatzung eines Rettungshubschraubers um den zweiten Fahrer kümmerte.

Gemeinsam mit Kräften der Freiwilligen Feuerwehren Heroldsberg und Buchenbühl gelang es nach ca. 1,5 Stunden und dem Einsatz von einer Seilwinde, zwei Spreizern und Scheren sowie Hydraulikstempeln, die Fahrzeugkabine so zu vergrößern, dass der Verletzte aus dem Fahrerhaus gerettet werden konnte. Hierfür war dem Lkw-Fahrer ein KED-System angelegt worden. Gleichzeitig wurde mit Hilfe der Kranfunktion einer Drehleiter durch ein Fahrerhausdachfenster der größere Teil der Schlafkabine vom Körper des Verletzten weggehoben.

Während der gesamten Rettungsaktion war der Fahrer bei Bewusstsein und erlebte seine schwierige Rettung mit. Die Autobahnmeisterei barg anschließend zwei tonnenschwere Papierrollen, die vom Lkw-Anhänger über zwei Fahrspuren an die Mittelleitplanke gerollt waren, ohne weitere Fahrzeuge zu treffen.

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