ASB-Helfer probten auf Fehmarn den Ernstfall


FAST-Übung auf Fehmarn (Foto: ASB)Fehmarn (ASB) – Freiwillige aus ganz Deutschland trafen sich zur Einsatzübung des ASB First Assistance Samaritan Teams (FAST) auf der Insel Fehmarn. Mit der speziellen Übung für die Auslandshelfer werden die Teamstrukturen gefestigt.

Am vergangenen Wochenende wurde Burg auf Fehmarn für vier Tage zum Schauplatz eines Erdbebens ernannt. Im Rahmen eines realistischen Einsatzszenarios trainierte dort vom 16. bis 19. Juni die ASB-Schnelleinsatzgruppe für Auslandseinsätze (First Assistance Samaritan Team/FAST) den Ernstfall. Als realitätsnahes Szenario lag der Übung ein Erdbeben der Stärke 7,6 in dem fiktiven Land „Merfcol“ zugrunde. Neben der Behandlung von „verletzten Erdbebenopfern“ wurde die Trinkwasserversorgung der betroffenen Bevölkerung durch die ASB-TWA sichergestellt.

Fehmarns Bürgermeister Otto-Uwe Schmiedt besuchte das FAST-Camp am Samstag und ließ sich mit großem Interesse die Technik der Wasseraufbereitungsanlage erklären. „Unsere TWA kann 1.500 Liter Trinkwasser pro Stunde liefern. Damit können wir im Einsatz bis zu 4.000 Menschen oder eine medizinische Einrichtung versorgen“, so Jens Borchers (42), technischer Leiter der Trinkwasser-Einheit des FAST. Der Lübecker war zuletzt im Januar 2010 nach dem schweren Erdbeben in Haiti im Einsatz.

Auch die Helfer der medizinischen Einheit probten unter realistischen Bedingungen die Abläufe in der Feldambulanz. So musste ein schwerverletztes „Minenopfer“ im FAST-Camp medizinisch versorgt werden. Zusätzlich übernahmen acht Jugendliche der Arbeiter-Samariter-Jugend (ASJ) Heiligenhafen als Statisten die Rolle von Patienten. Die Auslandshelfer übten so gezielt typische Symptome wie Malaria, Augen-Entzündungen oder Cholera zu diagnostizieren.

Die Übung fand mit Unterstützung des ASB Heiligenhafen statt, der allein drei Freiwillige für den FAST-Einsatz stellt. Alexandra Schubert (27), Farid Hachmine (29) und Sebastian Wriedt (30), die dort als Rettungsassistenten arbeiten, engagieren sich seit September 2010 als freiwillige ASB-Auslandshelfer. „Bei solchen Übungen trainieren wir nicht nur den Umgang mit der Ausrüstung, sondern stärken auch unsere Teamstrukturen“, erklärt Alexandra Schubert.

Das FAST-Team trifft sich einmal im Jahr zu einer großen Einsatzübung. ASB-Freiwillige aus allen Bundesländern nehmen regelmäßig daran teil. Die Übung ist Teil der fundierten mehrmonatigen Ausbildung für ASB-Auslandshelfer.

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