ASB-Einsatz bei Änderung der Lage in Libyen möglich


Die ASB-Mitarbeiter Ivan Marin und Axel Schmidt waren Teil des UN-OCHA-Teams, das im Flüchtlingslager Camp Choucha rund 400 Personen zu ihrer Situation befragt hat.

Die ASB-Mitarbeiter Ivan Marin und Axel Schmidt waren Teil des UN-OCHA-Teams, das im Flüchtlingslager Camp Choucha rund 400 Personen zu ihrer Situation befragt hat.

Köln (ASB) – Die UN haben die Lage von aus Libyen geflüchteten Menschen in einem tunesischem Flüchtlingscamp erkundet. Zwei ASB-Mitarbeiter gehörten dem UN-Team an. Die 17.000 Flüchtlinge sind derzeit angemessen versorgt. Bei einer Verschärfung der Situation stünden jedoch Schnelleinsatzteams des ASB zur Verfügung.

Im Rahmen der Mission des Amts für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten der Vereinten Nationen (UN-OCHA) wurden innerhalb von sieben Tagen rund 400 Personen befragt. „Wir sind erleichtert, dass es den Menschen im Camp vergleichsweise gut geht“, betont Ivan Marin, der zusammen mit Axel Schmidt vom ASB Teil des UN-OCHA-Teams war. Allerdings könne sich die Situation im Lager auch schnell ändern, wenn weiterhin 3.000 Menschen pro Tag Libyen verlassen. „Für den Fall, dass sich weiterer Bedarf vor Ort ergibt, haben wir UN-OCHA unsere mobile Trinkwasserversorgung sowie basismedizinische Versorgung durch ASB-Schnelleinsatzteams angeboten.“ Bislang sind die Flüchtlinge dank internationaler Hilfe sowohl in Bezug auf die Sicherheit als auch mit Blick auf Medizin, Nahrung, Trinkwasser und Unterkünften ausreichend versorgt.

Derzeit halten sich in Choucha Camp, sieben Kilometer entfernt vom Grenzübergang Ras Ajdir, 17.000 Flüchtlinge auf. Darunter sind 10.000 Arbeitsmigranten aus Bangladesh. Die zweite, etwas kleinere Gruppe der Flüchtlinge bilden Menschen aus den verschiedensten Ländern südlich der Sahara, die auf dem Weg nach Europa in Libyen aufgehalten wurden und nun fliehen mussten. Während die Personen aus Bangladesh derzeit nach und nach in ihr Heimatland ausgeflogen werden können, ist die Situation der anderen Flüchtlinge schwierig. Da für diese Menschen zumeist Sicherheitsrisiken in ihren Heimatländern bestehen, verbleiben sie zunächst in dem Transitlager, bis ihr völkerrechtlicher Status geklärt ist oder die Ausreise in ein anderes Land möglich ist. Libysche Staatsbürger haben bisher keinen Schutz im Camp gesucht.

Seit Beginn der Unruhen haben 250.000 Menschen Libyen verlassen, knapp 140.000 sind nach Tunesien geflohen.

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