ASB: 360 Bufdis nach 100 Tagen


Köln (ASB) – Knapp 100 Tage nach Einführung des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) zieht der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) eine positive Bilanz. Mehr als ein Drittel der Plätze sind vergeben.

Gemäß den Erwartungen des ASB hat sich der neue Freiwilligendienst nach ersten Anfangsschwierigkeiten mittlerweile etabliert. „Wir freuen uns, dass sich zurzeit 360 Freiwillige für einen BFD in einer ASB-Einrichtung entschieden haben. Nach den ersten drei Monaten haben wir damit bereits mehr als ein Drittel der angestrebten BFD-Plätze belegt“, resümiert ASB-Bundesgeschäftsführer Christian Reuter.

Reuter führt diese erfreuliche Entwicklung auch auf die bundesweite ASB-Werbekampagne zur Gewinnung Freiwilliger zurück. „Der BFD brauchte Zeit, um in der Bevölkerung bekannt zu werden und ein eigenes Profil zu entwickeln. Auch das längst etablierte Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) hat mit kleinen Teilnehmerzahlen begonnen und weist nun eine jahrzehntelange Erfolgsgeschichte auf“, führt Reuter aus.

Damit sich Bürgerinnen und Bürger im BFD engagieren, sieht der ASB seine Aufgabe darin, mit vielfältigen Angeboten Anreize für Freiwillige zu schaffen. „Wir möchten Menschen jeden Alters für soziales, freiwilliges Engagement gewinnen und ihnen interessante Aufgabenbereiche bieten“, erklärt Reuter. Derzeit gehört ein Drittel aller BFDler beim ASB zur Altersgruppe der über 27-Jährigen.

3 Responses to “ASB: 360 Bufdis nach 100 Tagen”

  1. thomaswagner on Oktober 8th, 2011 01:40

    Ich bin begeistert! 360 „Bufdis“ nach 100 Tagen, noch dazu bundesweit?! Wie groß war denn die Bewerberzahl unmittelbar nach der Einführung? Und dann noch die Aussage: 360 Bufdis und damit schon ein ganzes Drittel nach mehr als einem 1/4 Jahr?! Was war denn mit der Werbung um den „Bufdi“ vorher?
    Auch der ASB war groß am Jammern, die wegggefallenen Zivi-Stellen nicht mehr besetzen zu können und durch sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze ersetzen zu müssen, und jetzt ist plötzlich alles gut?! Und als „Sahnehäubchen“: Der Vergleich mit dem FSJ! Will man beim ASB auch Jahrzehnte warten, ob und wie sich der „BFD“ entwickelt? Wie wärs denn mal mit ordentlichen, sprich unbefristeten festangestellten Beschäftigungsverhältnissen zum Beispiel für das RD-Personal, und nicht nur untertariflichen Zeitarbeitsverträgen?!

  2. Dennis on Oktober 10th, 2011 09:10

    Es ist auch gar nicht mal ungewöhnlich, dass zuerst als FSJ vergebene Stellen zum BFD umgemünzt werden – der Quote wegen.
    Von daher sehe ich den „Erfolg“ relativ…

  3. Jörn on Oktober 10th, 2011 12:39

    Zum Thema „Freiwilligendienste – Schein und Wirklichkeit“ folgende aktuelle Soll-/Ist-Analyse am Beispiel des größten Anbieters unter den so genannten Hilfsorganisationen (Stand: 10.10.2011):

    https://www.drk.de/alt/stellenboerse/zd_angebote/inhalt.html

    https://www.drk.de/alt/stellenboerse/zd_gesuche/inhalt.html

    Die Verbände können offensichtlich nicht halten, was die Politik versprochen hat. Aber den Mund aufmachen, das will keiner! Immer schön mit dem Strom schwimmen, schließlich geht es um viel (zu viel?) Geld.

    Regnerische Grüße aus dem Südwesten unserer Republik

    PS: Nur nebenbei angemerkt: Das Kürzel „zd“ im Link steht wohl noch für „ZivilDienst“. 😉

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