Archiveinsturz: Malteser ziehen Zwischenbilanz


Köln (MHD) – Auch vier Wochen nach dem Archiveinsturz in der Severinstraße geht der Einsatz für die Malteser weiter. „Aber ich denke, es ist an der Zeit, eine Zwischenbilanz zu ziehen“, so Geschäftsführer Ralf Unterstetter. Immerhin haben die vergangenen vier Wochen nicht nur die Berufsfeuerwehr und das THW voll gefordert, sondern auch die vier kölner Hilfsorganisationen, die vor allem mit ihren ehreamtlichen Helfern im Team der Einsatzkräfte hervorragende Arbeit geleistet hätten – wenn auch nicht im Lichte der Öffentlichkeit.

„So eine Großschadenslage hatten wir noch nie in Köln seit dem 2. Weltkrieg, und dennoch hat die Zusammenarbeit hier in Köln sehr gut funktioniert, weil die Einsatzkräfte Hand in Hand gearbeitet haben.“

Schon unmittelbar nach dem Großalarm begannen die Malteser gemeinsam mit dem DRK und  ASB mit der Verpflegung der mehreren hundert Einsatzkräfte. „Da rund um die Uhr gearbeitet wurde, wurde von uns auch rund um die Uhr die Betreuung und Verpflegung der Helfer vor Ort organisiert.“ 2800 Dienststunden haben die ehrenamtlichen Malteser dabei geleistet und 17 Tage gekocht und Brötchen geschmiert.

Hinzu kommen noch einmal 725 Dienststunden, die vom Ehrenamt der Malteser zur Unterstützung des Rettungsdienstes der Stadt Köln und zur Betreuung der Anwohner geleistet wurden. Großartig hätte die Evakuierung eines Altenheimes am Tag der Katastrophe und die Rückführung der Bewohner eine Woche später geklappt. Viele Ehrenamtliche hätten sich für diese Einsätze von ihrer Arbeit freistellen lassen.

Jede Helferin und jeder Helfer des Stadtverbandes hätte sich engagiert. Auch die Jugendgruppe der Malteser hätte ihren Beitrag geleistet und für die Einsatzkräfte vor Ort Waffeln gebacken.

„Nach wie vor unterstützen wir weiter, seit gestern mit den Johannitern“, sagte Geschäftsführer Ralf Unterstetter.

Rund 150 Helfer vor Ort an der Severinstraße werden genauso versorgt wie 30 Helfer, die in Porz die geborgenen Archivalien sichten. Wie lange noch? Das weiß in der Malteser-Geschäftsstelle noch niemand. Aber die Malteser wollen auf jeden Fall bis zum Einsatzende ihren Beitrag leisten.

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