Ammoniak-Austritt fordert Feuerwehren und Rettungsdienst


Herdecke (ots) – Die Feuerwehren aus Herdecke, Witten und Wetter mussten am Dienstagvormittag um 09.13 Uhr zu einem ABC-Einsatz zur Ewald Dörken AG in Herdecke ausrücken. In einem Lagerraum hatten Mitarbeiter starken Ammoniakgeruch wahrgenommen.

Bei Eintreffen der Feuerwehr wurde zunächst die Lage erkundet. In einem abgeschlossenen Lagerraum war vermutlich Ammoniak ausgetreten. Zunächst war unklar, um welche Menge es sich handelte. Deshalb wurden weitere Spezialkräfte der „Sondereinsatzgruppe ABC“ aus Witten angefordert. Weiterhin wurden Kräfte aus der benachbarten Gemeinde Wetter angefordert.

So gingen insgesamt acht Einsatzkräfte mit Chemikalienschutzanzug und Atemschutz in den Raum vor. Nach einer ersten Messung machten sich die Kräfte auf die Suche nach der Leckage und wurden an einem fünf Liter Kanister fündig. Das Medium hatte sich offenbar mit Regenwasser vermengt, so dass man von einer Gesamtmenge von 20 Litern ausgehen musste. Mit einem Spezialbindemittel wurde das Medium in dem abgeschlossenen Raum von einem weiteren Trupp aufgefangen und fachgerecht entsorgt.

Nach ihrer Tätigkeit in dem kontaminierten Raum verließen die Kräfte über eine „Dekontaminationsstelle“ den Gefahrenbereich. Gleichzeitig stand eine Gruppe oberhalb der Halle bereit, um austretende Dämpfe mit Wasser niederzuschlagen, was nicht erforderlich war. Eine Gefahr für die Anwohner bestand zu keiner Zeit.

Zwei Mitarbeiter des Unternehmens meldeten sich während des laufenden Einsatzes mit Reizungen der Schleimhäute. Sie waren vor Eintreffen der Feuerwehr mit dem Stoff in Berührung gekommen. Die beiden Personen wurden vom bereitstehenden Rettungsdienst versorgt und in ein Krankenhaus transportiert.

Insgesamt waren 70 Einsatzkräfte der Feuerwehren und des Rettungsdienstes über viereinhalb Stunden im Einsatz.

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