ÄLRD der Stadt Münster erhält Rudolf-Frey-Preis


Münster (pm) – Dr. Andreas Bohn, Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes der Stadt Münster ist auf der 59. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin am 5. Mai 2012 in Leipzig mit dem Rudolf-Frey-Preis für Notfallmedizin ausgezeichnet worden.

Dr. Bohn hat den Preis für „für herausragende Arbeiten auf dem Gebiet der Notfallmedizin“ erhalten. Er beschäftigt sich seit dem Jahr 2007 mit der Verbesserung der Qualität von Reanimationen durch technische Hilfsmittel und verbesserte Ausbildungskonzepte.

Unter anderem konnte in einer gemeinsamen Untersuchung des ettungsdienstes der Stadt Münster und der Arbeitsgruppe „Forschung in der Notfallmedizin“ der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie, Schmerztherapie und operative Intensivmedizin des Universitätsklinikums Münster nachgewiesen werden, dass die Überlebenschancen der Patienten wesentlich davon abhängen, ob eine ununterbrochene und möglichst kräftige Herzmassage vorgenommen wird. Das bei der Herzmassage nötige Eindrücken des Brustbeins wurde hierbei elektronisch überwacht und an die Rettungsteams rückgemeldet. Im Anschluss an den Einsatz wurden die Daten ausgewertet und den Mitarbeitern des Rettungsdienstes mit dem Ziel demonstriert, die Qualität der Maßnahmen kontinuierlich zu verbessern.

Der Rettungsdienst der Berufsfeuerwehr Münster war die erste Organisation in Deutschland, die dieses innovative Konzept umsetzte, das inzwischen zu einer international empfohlenen Methode geworden ist. In Münster konnte in den vergangenen Jahren auf diese Weise eine nachweislich erfolgreiche Strategie zur Rettung von Menschen mit plötzlichem Herztod etabliert werden.

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