Alpenhirt übernachtete verletzt im Freien


RegaUntervaz, Schweiz (Rega) – Ein seit Montag vermisster Geisshirt ist gestern verletzt am Peiltal (Schweiz) geborgen worden. Er verbrachte die Nacht verletzt in 2.000 Metern Höhe.

Während einem Suchflug mit einem Rega-Helikopter ist gestern im Peiltal (GR) ein seit Montagabend vermisster Geisshirt gefunden worden. Der 25-Jährige war offenbar im sehr steilen Gelände gestürzt. Bereits in der Nacht wurde nach dem Mann gesucht, dabei unterstützte ein Helikopter der Luftwaffe die Rettungskräfte mit einer Wärmebildkamera. Die Rega flog den Verletzten ins Kantonsspital Chur.

Der Geisshirt war mit seinen über 200 Tieren nicht wie üblich zur Alphütte zurückgekehrt. Aufgrund der Abklärungen vor Ort durch den örtlichen Rettungschef des Schweizer Alpen-Clubs (SAC) wurde entschieden, noch in der Nacht einen Suchflug mit einem Super Puma der Schweizer Luftwaffe durchzuführen, ausgerüstet mir FLIR (Wärmebildkamera). An Bord dieses Helikopters waren auch ein Ortskundiger des SAC sowie ein Spezialist der Kantonspolizei Graubünden. Die herrschenden Wetterbedingungen erschwerten die Aktion allerdings.

Gestern Morgen startete der Helikopter der Rega-Basis Untervaz, mit dem SAC-Rettungschef an Bord, zu einem weiteren Suchflug. Bereits nach rund 20 Minuten sichtete die Besatzung den Gesuchten auf über 2.000 Metern bei „Stockbärga“ in einem steilen Graben.

Trotz Regen und starken Winden gelang es, den Verletzten mit der Helikopter-Rettungswinde zu bergen. Er wurde in unterkühltem aber stabilem Zustand ins Kantonsspital Chur geflogen. Seine Verletzungen sind nicht lebensbedrohlich.

(Foto: REGA)

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?