Alkoholisierter löst Rheinalarm aus


Mannheim (dlrg) – Während seine Verlobte am Ufer wartete, startete ein nach bisherigen Erkenntnissen alkoholisierter Mann am späten Sonntagnachmittag zu seinem risikoreichen Schwimmvergnügen in den Rhein.

Der etwa 35-jährige Mann war am Strandbad in die Fluten gestiegen. Dessen Verlobte verfolgte mit bangen Blicken, wie der Wormser immer weiter abgetrieben wurde und fast schon aus ihrem Sichtfeld verschwand. Daraufhin alarmierte sie die Rettungskräfte.

Rund 50 Helfer der Berufsfeuerwehr, den DLRG Wasserrettungsgruppen aus Mannheim, Heidelberg und Ladenburg, der Wasserschutzpolizei und den Rettungsdiensten eilten an das Rheinstrandbad. Neben fünf Booten von DLRG, Feuerwehr und Wasserschutzpolizei war auch ein Rettungshubschrauber im Einsatz.

Der Mann konnte zunächst mit viel Glück das Ludwigshafener Rheinufer erreichen, plante jedoch bereits den Rückweg in Richtung Mannheimer Gemarkung. Auf diesem Weg konnte ihn ein Boot der Wasserschutzpolizei stoppen.

Möglicherweise erhält der Mann einer Anzeige wegen Gefährdung des Schiffsverkehrs. Das Baden am Mannheimer Strandbad ist verboten. Dennoch versuchen sich immer wieder Leichtsinnige daran, den Rhein zu durchschwimmen.

Immer wieder kam es in der Vergangenheit zu Großeinsätzen, konnten Menschen vor dem tödlichen Ausgang ihrer lebensmüden Aktionen bewahrt werden. Gerade der starke Schiffsverkehr, die hohe Geschwindigkeit von Sportbooten und die nur schwer erkennbaren Köpfe von Schwimmern im Rhein machen solche Unterfangen so risikoreich.

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