AED-Aktion im Werra-Meißner-Kreis


Zehn Defibrillatoren für Sporthallen des Kreises: Lions-Präsidentin Heike Bruchertseifer (3. v.l.) und Stellvertreter Joachim Kirch (re.) überreichten Landrat Stefan Reuß (li.) und Sportbeiratsmitglied Siegfried Furchert (2.v.re.) zehn Geräte. (Foto: Stefanie Bettinger)

Eschwege (pm) – Nachdem bereits im Sommer neun Defibrillatoren in den großen Schulsporthallen des Werra-Meißner-Kreises installiert werden konnten, folgte nun der zweite Teil der Aktion. Der Lionsclub Eschwege Werratal überreichte weitere neun Geräte.

Die Vertreter des Lionsclubs Eschwege Werratal mit Präsidentin Heike Bruchertseifer und Stellvertreter Joachim Kirch an der Spitze, die mit einem hohen Betrag die Geräte sponserten, überreichten dem Gebäudemanagement des Kreises weitere neun Geräte. Ein zehntes ging nach Eschwege, von der Stadt selbst finanziert.

Schon 59 AEDs im Kreis

Für Landrat Stefan Reuß eine Gelegenheit, den Spendern und den Initiatoren der Aktion zu danken. Reuß und der ebenfalls anwesende Kreis-Sanitätsbeauftragte Bernd Hildmann, der auch die Betreuung der Geräte übernommen hat, wiesen darauf hin, dass sich die Zahl der Rettungsgeräte im Kreis auf nunmehr 59 erhöht hat, 28 stehen in Turn- und Sporthallen.

Im kommenden Frühjahr will der Kreis auch in kleineren Schulturnhallen ein Gerät installieren, „und mit der dann fast lückenlosen Ausstattung mit diesem Rettungsgerät ist der Werra-Meißner-Kreis zukünftig beispielhaft für ganz Hessen“, bemerkte Landrat Reuß, der auch daran erinnerte, dass „diese Ausstattung dank intensiver Bemühungen innerhalb eines halben Jahres realisiert werden konnte“.

Nach einem Unglücksfall im Jahr 2010, als ein junger Sportler in einer Wanfrieder Sporthalle nicht reanimiert werden konnte und an Herzversagen starb, brachte Siegfried Furchert, Mitglied des Sportkreisvorstandes Werra-Meißner und des Sportbeirates des Kreises, den Stein ins Rollen. Seine Anregung, die Sporthallen des Kreises mit einem Rettungsgerät auszustatten, fand im Sportbeirat sofort Zustimmung. Die Mittel dazu sollten durch Spenden gesammelt werden. Mit Unterstützung von Ivonne Jaquet-Steinfeld, der Geschäftsstellenkraft des Sportkreises, gingen Hunderte von Bittbriefen an Vereine, Firmen und Institutionen. So kamen innerhalb kurzer Zeit über 5000 Euro für die ersten neun Geräte (Stückpreis ca. 1000 Euro) zusammen. Den fehlenden Betrag steuerte der Werra-Meißner-Kreis bei.

Die Kosten für die zweite Ausrüstungsaktion mit neun Geräten wurden von den Lions Eschwege-Werratal allein getragen. Joachim Kirch, der stellvertretende Vorsitzende: „Wir überlegen immer, wo wir unsere Mittel sinnvoll investieren können. Und diese Aktion ist sehr sinnvoll, deshalb haben wir sehr gern geholfen!“.

Die 59 Defibrillatoren sind in diesen Gemeinden instaliert: Bad Sooden-Allendorf (1), Eschwege (16), Großalmerode (4), Hessisch Lichtenau (14), Meinhard (9), Meißner (1), Neu-Eichenberg (1), Ringgau (1), Sontra (1), Waldkappel (2), Wanfried (3), Wehretal (1), Witzenhausen (5).

One Response to “AED-Aktion im Werra-Meißner-Kreis”

  1. Jörn on Dezember 28th, 2011 11:37

    ZITATANFANG: „Nach einem Unglücksfall im Jahr 2010, als ein junger Sportler in einer Wanfrieder Sporthalle nicht reanimiert werden konnte und an Herzversagen starb, brachte Siegfried Furchert, Mitglied des Sportkreisvorstandes Werra-Meißner und des Sportbeirates des Kreises, den Stein ins Rollen. Seine Anregung, die Sporthallen des Kreises mit einem Rettungsgerät auszustatten, fand im Sportbeirat sofort Zustimmung.“ZITATENDE

    Eigentlich bitter, dass erst der Tod des jungen Sportlers zum Umdenken führte, zumal der Landkreis und die beauftragten Hilfsoragnisationen bereits vor fast genau zehn Jahren einen AED und ein AED-Trainingsgerät von der Rettungsdienst-Stiftung Björn Steiger e. V. bekommen hatten mit der Maßgabe, die Bevölkerung in HLW-D aus- und regelmäßig fortzubilden bzw. AEDs an geeigneten Standorten (dazu zählten u. a. Schwimmbäder und Sporthallen, aber auch Verwaltungseinrichtungen) aufzustellen. Aber wie dieser Fall exemplarisch zeigt: Es muss erst wirklich etwas passieren, bevor man aktiv handelt. Schade!

    Winterliche, aber sonnige Grüße aus dem Südwesten der Republik

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