ADAC-Luftrettung 2010: Internistische Nofälle überwiegen


München (pm) – 121 Mal am Tag stiegen die ADAC-Rettungshubschrauber in Deutschland im vergangenen Jahr zu meist lebensrettenden Einsätzen auf. Insgesamt mussten die 45 gelben Helikopter der ADAC-Luftrettung 44 083 Missionen absolvieren. Dabei konnten 40 303 Patienten von den fliegenden Intensivstationen versorgt werden.

Bei über der Hälfte aller Luftrettungseinsätze (50,7 Prozent) handelte es sich um internistische Notfälle wie akute Herzerkrankungen oder Schlaganfälle. Bei über 16 Prozent aller Einsätze wurden die Gelben Engel zu Unfällen gerufen, die sich bei der Arbeit, in der Schule, in der Freizeit oder im häuslichen Umfeld ereigneten. Zehn Prozent der Einsätze erfolgten nach Verkehrsunfällen, zwölf Prozent aufgrund neurologischer Notfälle.

Die meisten Primäreinsätze musste „Christoph 31“ in Berlin mit 2 334 Missionen absolvieren. „Christoph Europa 1“ in Aachen folgt mit 1 969 Einsätzen vor „Christoph 10“ in Wittlich mit 1 832, „Christoph 20“ in Bayreuth mit 1 733 und „Christoph 5“ in Ludwigshafen mit 1 720 Einsätzen.

Einsatzentwicklung (Grafik:ADAC)

Bei den Intensivtransporthubschraubern, die hauptsächlich für die Verlegung von Klinik zu Klinik eingesetzt werden, verzeichnete „Christoph Hansa“ in Hamburg 1 345 Einsätze. „Christoph Murnau“ in den Bayrischen Alpen flog 1 217 Missionen, während Christoph 77 in Mainz 1 114 Mal abhob.

Mit der Übernahme der Station „Christoph 18“ in Ochsenfurt erweiterte die ADAC-Luftrettung, die im vergangenen Jahr ihr 40-jähriges Bestehen feierte, ihr Netz auf 34 Standorte. Bisher hat der ADAC als einer der Wegbereiter der Luftrettung in Deutschland und als größter ziviler Anbieter rund 250 Millionen Euro in den Ausbau der Luftrettung investiert. Die gemeinnützige ADAC Luftrettung GmbH beschäftigt derzeit mehr als 180 Mitarbeiter und arbeitet dabei mit Ärzten und Rettungsassistenten der verschiedenen Standortkliniken und Hilfsorganisationen zusammen.

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?