7.000. Einsatz für Bremer Hubschrauber


Christoph Weser der DRF Luftrettung bei seinem 7.000. Einsatz (Foto: DRF)Bremen (DRF) – Die Bremer Station der DRF Luftrettung leistete gestern ihren 7.000. Einsatz. Die Koordinierungsstelle Niedersachsen alarmierte die Besatzung zu einem dringenden Intensivtransport, einem Patienten, der eine lebensbedrohliche Hirnblutung erlitten hatte.

Um neurologische Folgeschäden zu vermeiden, musste der 46-jährige Mann vom Klinikum Bremerhaven so schnell und schonend wie möglich in eine spezialisierte Rehaklinik transportiert werden. Bereits zwei Minuten nach der Alarmierung um 10:10 Uhr war „Christoph Weser“ in der Luft und erreichte nur wenig später das Klinikum in Bremerhaven. Notarzt und Rettungsassistent der DRF Luftrettung übernahmen den Patienten auf der Intensivstation und bereiteten ihn für den Flug vor. Bereits um 11:00 Uhr startete der rot-weiße Hubschrauber in Richtung Osten. Für den Flug in das rund 200 km Luftlinie entfernte Leezen benötigte der Hubschrauber lediglich 55 Minuten. Ein bodengebundener Transport hätte mehrere Stunden gedauert. Die behandelnden Ärzte warteten bereits auf ihren Patienten, der wohlbehalten übergeben werden konnte.

„Christoph Weser“ kehrte um 14:30 Uhr an die Station zurück und wurde nur kurze Zeit später zu einem weiteren Intensivtransport angefordert. Ein 11-jähriger Junge war schwer erkrankt und musste auf dem schnellsten Weg vom Krankenhaus Cuxhaven in eine Bremer Spezialklinik geflogen werden. Erst in der Dämmerung kehrte der Hubschrauber an die Station zurück.

Hintergrundinformationen zur Station Bremen

Der Bremer Hubschrauber der DRF Luftrettung mit dem Funkrufnamen „Christoph Weser“ wird für den schonenden Transport von Patienten zwischen Kliniken eingesetzt. Darüber hinaus wird er bei Notfällen als schneller Notarztzubringer alarmiert. Von 8.00 Uhr morgens bis Sonnenuntergang ist er täglich einsatzbereit. Er ist mit erfahrenen Piloten, Notärzten und Rettungsassistenten besetzt und mit allen medizintechnischen Geräten ausgestattet, die für eine optimale Patientenversorgung notwendig sind. Einsatzorte im Umkreis von 50 Kilometern kann „Christoph Weser“ in maximal 15 Minuten erreichen.

Sein Einsatzgebiet umfasst im Rahmen der Notfallrettung das Bremer Stadtgebiet, die angrenzenden Landkreise Diepholz, Verden, Rotenburg/Wümme, Oldenburg, Osterholz, Wesermarsch, Vechta und Cloppenburg sowie teilweise Bremerhaven, Stade und Cuxhaven. Intensivtransporte von Patienten zwischen Kliniken werden nicht nur im norddeutschen Raum, sondern bundesweit durchgeführt.

Im vergangenen Jahr leistete die Bremer Besatzung insgesamt 694 Einsätze. Der rot-weiße Hubschrauber führte dabei 171 Intensivtransporte durch und wurde zu 523 Notfalleinsätzen alarmiert.

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