57-jährige Wanderin stürzt am Steinbergsee ab


Bischofswiesen (brk) – Einsatzkräfte der Bergwacht und die Besatzung eines Transporthubschraubers der Bundespolizei haben am Sonntagnachmittag eine 57-jährige Wanderin gerettet, die beim Abstieg im Lattengebirge nahe des Steinbergsees (Landkreis Berchtesgadener Land/Bayern) rund fünf Meter tief abgestürzt war und sich dabei am Fuß verletzt hatte. Die Patientin kam mit Hilfe ihrer Begleiterin auf den Weg zurück, konnte aber nicht mehr selbständig absteigen, weshalb die beiden Frauen einen Notruf absetzen mussten.

Die Leitstelle Traunstein alarmierte daraufhin gegen 13.40 Uhr den Einsatzleiter der Bergwacht im Saalachtal, der die Bergwachten Bad Reichenhall, Freilassing und Teisendorf-Anger sowie einen Hubschrauber anforderte. Da bereits parallel mehrere Bergeinsätze im Berchtesgadener Talkessel liefen und „Christoph 14“ gebunden war, schickte die Leitstelle einen Transporthubschrauber der Bundespolizei, der übers Wochenende für Bergrettungseinsätze in Bad Tölz stationiert ist.

Nach rund 20 Minuten landeten die Piloten auf der Eisenrichter-Wiese in Hallthurm zur Lagebesprechung. Mit einer Bergwacht-Luftretterin an Bord startete die Maschine dann zum Suchflug in Richtung der Unfallstelle, die im Gebiet zwischen Karkopf, Törlkopf und Steinerner Agnes vermutet wurde. Um die beiden Frauen schneller zu finden, hielt der Einsatzleiter immer wieder per Handy Rücksprache mit der Begleiterin der Verunfallten und konnte so den Hubschrauber zum Einsatzort lotsen.

Die Bergwacht-Luftretterin wurde per Winde abgesetzt, kümmerte sich um die Verletzte und sicherte sie in einem Rettungssitz, so dass sie in den Hubschrauber aufgeseilt und ins Tal geflogen werden konnte. Eine Rettungswagen-Besatzung des BRK brachte die 57-Jährige zur weiteren Behandlung in die Kreisklinik Bad Reichenhall.

Ihre Begleiterin musste zu Fuß absteigen. Acht Einsatzkräfte der Bergwacht waren rund zwei Stunden lang gefordert.

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