500 Teilnehmer beim 14. Hannoverschen Notfallsymposium


Ausstellung beim Hannoverschen Notfallsymposium (Foto: Johanniter/Thomas Halemba.)

Hannover (JUH) – Ob Notärzte, Rettungsdienstmitarbeiter oder Fachleute aus Notfallvorsorge, Intensivmedizin und Einsatznachsorge: Rund 500 Notfall- und Rettungsmediziner besuchten am 17. März das Hannoversche Notfallsymposium an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH).

Bei der Begrüßung appellierte Johanniter-Bundesarzt Prof. Dr. med. Dr. h.c. Horst Wilms im Hinblick auf die aktuellen bundesweiten Entwicklungen bei der Rettungsdienstausschreibung daran, das hohe Sicherheitsniveau in der Bundesrepublik zu erhalten und dieses nicht wegen kurzfristiger monetärer Gründe aufs Spiel zu setzen. „Wir werden uns weiter dafür einsetzen, dass der Rettungsdienst als hochwertige medizinische Leistung erhalten bleibt“,so Wilms in seiner Rede.

Schwerpunktthemen der notfallmedizinischen Fortbildungsveranstaltung waren in diesem Jahr Bereiche der Traumaversorgung, beispielsweise Schussverletzungen oder Polytraumata im Kindesalter, und der Themenkomplex „Neue Aspekte in der Notfallmedizin“, der unter anderem eine Telefonreanimation detailliert beleuchtete. Auftakt der Veranstaltung war die Betrachtung notfallmedizinischer Maßnahmen bei Palliativpatienten, bei der auch rechtliche Hintergründe erläutert wurden. Im Themenblock „Interaktive Fallbesprechungen mit Televoting“ konnten die Teilnehmer bei verschiedensten Fällen interaktiv mitwirken und
selbst über die Diagnose sowie erforderliche Maßnahmen abstimmen.

„Ich bin davon überzeugt, dass von dieser als richtungsweisend anzusehenden notfallmedizinischen Fortbildungsveranstaltung, wie in den Vorjahren, wichtige Impulse ausgehen werden“, übermittelte Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann in seinem Grußwort im Vorfeld der Veranstaltung.

Praktische Workshops zu Themen wie Thoraxdrainage und EKG-Schnellinterpretation sowie eine Industrieausstellung mit mehr als 30 Unternehmen aus den Bereichen Notfallrettung und Medizintechnik rundeten das Notfallsymposium ab. „Für die Teilnehmer ist das Symposium eine gute Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch und eine etwas andere Art der Fortbildung. Mit spannenden Vorträgen zu aktuellen Themen und Workshops nach dem Motto ‚aus der Praxis – für die Praxis‘ konnten wir auch dieses Jahr unsere Besucher wieder überzeugen“, zeigt sich Kersten Enke, Veranstalter und Leiter der Johanniter-Akademie
Bildungsinstitut Hannover, mit dem diesjährigen Fachkongress sehr zufrieden.

Das Hannoversche Notfallsymposium findet jährlich in Kooperation der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. mit den Kliniken für Anästhesiologie und Intensivmedizin, der Klinik für Unfallchirurgie sowie der Klinik für Kardiologie der MHH und der Johanniter-Akademie Bildungsinstitut Hannover statt. Die nächste Veranstaltung ist für März 2013 geplant.

 

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