50 Prozent mehr Rettungseinsätze seit 2007


Bonn (pm/rd.de) – In Bonn sind die Rettungsdiensteinsätze in den vergangenen fünf Jahren um fast 50 Prozent – von 45.000 auf 67.300 – gestiegen. Die stärksten Zuwächse entfallen dabei auf den Krankentransport. Möglicherweise Folge verkürzter Krankenhausaufenthaltsdauern.

Der aktuell gültige und vom Rat beschlossene Rettungsdienstbedarfsplan endet am 31. Dezember 2012. Zurzeit bereitet die Berufsfeuerwehr den neuen Bedarfsplan vor. Er soll für einen fünfjährigen Zeitraum gelten und zwar von 2013 bis 2017. In diesem Plan werden die für den Rettungsdienst im gesamten Stadtgebiet notwendigen Fahrzeuge und Einsatzzeiten festgelegt.

Insgesamt werden zurzeit tagsüber 14 Rettungswagen, drei Notarzteinsatzfahrzeuge und 20 Krankentransportwagen einsatzbereit gehalten. Abends und nachts sind sie zeitlich gestaffelt in reduziertem Umfang besetzt.

Bereits während der Laufzeit des aktuellen Bedarfsplans musste wegen der stark steigenden Einsatzzahlen einiges geändert werden. Dazu gehört die Erhöhung um sechs weitere Krankentransportwagen werktags und drei weitere Krankentransportwagen an Wochenenden. Ein Rettungswagenstandort wurde auf das Gelände der Uniklinik verlegt, ein weiteres Notarzteinsatzfahrzeug und zwei weitere Rettungswagen wurden an Werktagen tagsüber besetzt.

Bis zum 1. Januar 2013 sollen darüber hinaus noch drei weitere Krankentransportwagen werktags dazukommen. Außerdem sind die Besetzung eines weiteren Rettungswagens täglich nachts (Feuerwache 3) und eines weiteren freitags und samstags nachts auf der Feuerwache 1 geplant.

Neben den Effekten einer alternden Bevölkerung sieht der Ärztliche Leiter Rettungsdienst Dr. Ulrich Heister besonders die Steigerung bei den Krankentransporten als Folge verkürzter Liegezeiten in den Krankenhäusern. Der Presse sagte Heister, immer mehr Patienten seien zum Zeitpunkt der Entlassung auf einen Krankentransport angewiesen.

Probebetrieb für Digitalfunk beginnt im zweiten Quartal 2012

Der Digitalfunk wird im Probebetrieb im zweiten Quartal 2012 getestet. Dazu werden das Land und die Stadt zur Prüfung der Netzqualität Messfahrten, einige Übungen und Kommunikationstests im neuen Netz durchführen.

Im Echtbetrieb kann der Digitalfunk erst eingeführt werden, wenn ein stabiles Netz mit ausreichender Netzabdeckung vorhanden ist, die Leitstelle zuverlässig angebunden und zumindest eine Teilflotte der Fahrzeuge, zum Beispiel alle Krankenwagen, vollständig mit Digitalfunk ausgerüstet ist.

„Die Leitstelle wird im Rahmen des Neubaus zur eingeschränkten Teilnahme am Digitalfunk eingerichtet“, so der Feuerwehrchef. Die Kosten hierfür betragen etwa 150.000 Euro.

Frühestens 2013 wird der Echtbetrieb des Digitalfunks in Teilen starten. Der komplette Digitalfunkbetrieb in der Stadt Bonn im Fahrzeugfunk ist ab 2014 geplant. Für den Umbau der Fahrzeugflotte werden in 2013/2014 etwa 180 Geräte benötigt, Kosten mehr als 400.000 €.

2015/2016 soll dann der analoge Einsatzstellenfunk auf Digitalfunkgeräte umgestellt werden. Die Kosten für etwa 250 Geräte betragen 250.000 €.

Neubau Leitstelle

Der Bau der neuen Leitstelle ist im Plan. Zum Ende des ersten Quartals 2012 wird der Baukörper fertig sein. Die Vergabe der Leistungen für die Leitstellentechnik läuft zurzeit. Bis Ende des Jahres wird die Leitstellentechnik eingebaut. Dann wird die Feuerwehr den Neubau in Betrieb nehmen.

Die Stadt wird von Beginn an mit dem Rhein-Sieg-Kreis ein gemeinsames Einsatzleitsystem nutzen. Fertigstellung und Inbetriebnahme der ergänzenden Technik im Rhein-Sieg-Kreis wird bis Mitte 2013 umgesetzt. Ab dann arbeitet die Feuerwehr Bonn mit der Leitstelle des Rhein-Sieg-Kreises im vollen technischen Verbund zusammen.

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?