353 Tote bei Bade- und Bootsunfällen


Niedersachsen (DLRG) – Die Bade- und Wassersportsaison ist noch nicht ganz beendet, da stellt die DLRG bereits ihre Zwischenbilanz der Ertrinkungszahlen für die ersten acht Monate des Jahres 2009 vor.

In Deutschland sind bis Ende August mindestens 353 Menschen ertrunken. Alleine in Niedersachsen waren dies mindestens 41 Personen die bei Bade- und Bootsunfällen ums Leben gekommen sind. Das sind 12 Personen (53) weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Damit rangiert Niedersachsen innerhalb der Bundesländer auf Rang 4 dieser traurigen Statistik. Die Länder Bayern (66 Opfer), Baden-Württemberg (50 Opfer) und Nordrhein-Westfalen (48 Opfer) belegen die ersten drei Plätze in aufgeführter Reihenfolge in dieser Tabelle.

Auch auf den niedersächsischen Gewässern kehrt noch lange keine Ruhe ein. Die Badegäste werden zwar weniger, doch läuft erfahrungsgemäß die Wassersportsaison noch bis Ende Oktober.

Segler, Surfer und andere Wassersporttreibende zieht es auch in der Nachsaison auf die Seen und Flüsse unseres Bundeslandes, um ihrem Freizeitvergnügen nachzugehen. Jetzt sind geübte Wassersportler gefragt, die sich den Naturgewalten des Herbstes mit genügend Respekt vor Wind und Welle stellen wollen.

Stürmische Winde, kaltes Wasser und niedrige Außentemperaturen zehren besonders in den kommenden Wochen an den Kräften. Hierbei soll der Wassersportler an die richtige Wetterschutzkleidung, seine persönliche Schutzausrüstung – insbesondere eine ohnmachtsichere Schwimmweste – und körperliche Fitness denken.

Auch das Wassersportgerät muss den herbstlichen Anforderungen entsprechen. Gerade Mast, Schoten und Wanten, Segel, Schwert und Ruderanlage sind noch einmal zu überprüfen. Materialermüdungen in der Nachsaison ziehen oft Einsätze der DLRG-Wasserretter nach sich.

Bei höheren Windstärken sollten die Gewässer nur noch geübten und erfahrenen Seglern und Surfern überlassen werden. Durch Leichtsinn, Selbstüberschätzung und Risikobereitschaft kommt es auch noch in der Nachsaison immer wieder zu tragischen Unglücksfällen.

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