30 Bewohner über Leitern gerettet


Rosenheim (pol) – Mehrere Wohnungen mussten Feuerwehrkräfte bei einem Kellerbrand am frühen Donnerstagmorgen wegen starker Rauchentwicklung räumen. 30 Bewohner wurden evakuiert, neun Personen erlitten Rauchgasvergiftungen.

Die erste Meldung ging bei der Einsatzzentrale gegen 03.40 Uhr ein. Bei Eintreffen der Polizei und Feuerwehren quoll starker Rauch aus den Kellerfenstern. Feuerwehrkräfte drangen mit Atemschutzgerät in das Haus ein und weckten die Anwohner in dem Mehrparteienhaus. Wegen der starken Rauchentwicklung mussten die etwa 30 Bewohner das Gebäude über die Fenster verlassen, so dass Leitern eingesetzt wurden und für die obersten Stockwerke eine Drehleiter zum Einsatz kam.

Der Rettungsdienst und Notärzte untersuchten und betreuten die Anwohner in extra aufgebauten Zelten. Innerhalb kurzer Zeit gelang es den rund 80 eingesetzten Kräften der Feuerwehren Rosenheim und Aisingerwies den Brand in den Kellerräumen zu löschen. Neun durch Rauchgasintoxikation verletzte Personen, darunter auch ein Polizeibeamter, wurden in das Rosenheimer Krankenhaus eingeliefert und zum Teil stationär aufgenommen. Der Sachschaden am gesamten Gebäude wird auf ca. 150.000 Euro geschätzt.

Derzeit laufen Ermittlungen wegen Brandstiftung gegen einen jungen Mann aus dem Landkreis Rosenheim. Anwohner waren auf den offenbar alkoholisierten und gegen Türen schlagenden Mann aufmerksam geworden und hatten der Polizei Hinweise gegeben.

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