3. Christoph-45-Tag in Friedrichshafen


Friedrichshafen (DRF) – Am morgigen Samstag veranstaltet die Friedrichshafener Station der DRF Luftrettung von 13.30 bis 18.30 Uhr ihren 3. Christoph-45-Tag. Thema des Symposiums sind aktuelle Fragen der Notfallmedizin.Neben den Friedrichshafener Luftrettern haben sich rund 180 Mitarbeiter von Rettungsorganisationen und Kliniken aus der Region zu der Fachveranstaltung angemeldet.

Den Eröffnungsvortrag hält Dr. Matthias Helm vom Trauma Team des Bundeswehrkrankenhauses Ulm über die interdisziplinäre Zusammenarbeit und Abläufe im Schockraum. Es folgt Dr. Christian Pessenlehner vom Zentrum für Handchirurgie am Krankenhaus St. Elisabeth, Ravensburg, der die Möglichkeiten und Grenzen der modernen Handchirurgie erläutert.

Im Anschluss spricht Pfarrer Edwin Müller vom Leitungsteam Notfallseelsorge des Landkreises Sigmaringen über „Das Trauma der Seele“. Den Abschluss bildet ein Vortrag von Dr. Bernhard Maier, Chefarzt Anästhesie am Heliosspital Überlingen, zum Einsatz der Druckkammer bei Tauchunfällen.

„Die Mitarbeiter des Rettungsdienstes werden im Alltag mit verschiedenen Arten von Verletzungen und Problemen konfrontiert“, erläutert Dr. Reinhard Stadler, Leitender Hubschrauberarzt auf „Christoph 45“. „Das Polytrauma, das heißt einen mehrfach schwer verletzten Patienten, sehen wir oft nach Verkehrsunfällen. Amputationen der Hände oder Finger haben ihre Ursache häufig in Arbeitsunfällen. Und mit dem Bodensee vor der Tür sind Tauchunfälle für uns hier natürlich immer wieder ein Thema. Sehr wichtig war es uns aber auch, das schwierige Thema der seelischen Belastungen anzusprechen, unter denen zum einen die Opfer und ihre Familien, aber auch die Mitarbeiter des Rettungsdienstes leiden können.“

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