240 First-Responder-Einsätze im ersten Jahr


Hohenbrunn (FF) – Die Bilanz kann sich sehen lassen: In den ersten zwölf Monaten ihres Bestehens wurde die First-Responder-Gruppe der Feuerwehr Hohenbrunn zu 240 Einsätzen gerufen. 

Seit dem 1. Juni 2008 stehen die First Responder der FF Hohenbrunn rund um die Uhr zur Verfügung, um bei medizinischen Notfällen eine qualifizierte Erstversorgung durchzuführen. Speziell für diese Aufgabe ausgebildete Kräfte der Feuerwehr Hohenbrunn, Taufkirchner Malteser und Mitglieder der Betriebsfeuerwehr Merck Schuchardt besetzen das Einsatzfahrzeug, um bei einem Notarzt-Alarm frühzeitig Hilfe zu leisten.

In den meisten Fällen rückte „Johannes Hohenbrunn 10/4“ vom Hohenbrunner Feuerwehrgerätehaus aus, da sich hier auch ein Bereitschaftsraum befindet, in dem das Wach-Duo übernachten kann. Es gibt zwei Schichten, eine von 6 Uhr morgens bis 18 Uhr abends, die andere geht über die Nacht. Der Dienst wird komplett ehrenamtlich ausgeführt.

Alle Aktiven verfügen mindestens über eine First-Responder-Ausbildung, die 80 Stunden Theorie und Praxis umfasst. Inbegriffen ist auch das intensive Üben der Frühdefibrillation; dieses Können wird regelmäßig in Übungen überprüft.

Schon mehrmals wurden die Hohenbrunner First Responder zu Reanimationen gerufen. Ein spektakulärer Einsatz bei Höhenkirchen, wo ein 59-Jähriger erfolgreich wiederbelebt werden konnte, war sogar beim diesjährigen First-Responder-Symposium des Kreisfeuerwehrverbandes München in Unterschleißheim
Thema.

Medizinische Leiterin des Projekts ist die Hohenbrunner Feuerwehrärztin Dr. Johanna Feldmeier, die regelmäßig auch selbst das Responder-Fahrzeug besetzt.

Das Einsatzspektrum der Hohenbrunner Helferschar ist sehr vielfältig. Im ersten Jahr ihres Bestehens wurden die Ersthelfer u.a. mit folgenden Stichwörtern in den Einsatz gerufen: „Verkehrsunfall, Person eingeklemmt“, „Vergiftung“, „Sturz aus großer Höhe“ und „Transport Besatzung des Rettungshubschraubers“.

Beim größten Teil der Alarmierungen durch die Integrierte Leitstelle München konnte die Hohenbrunner Responder-Mannschaft wesentlich früher als Rettungsdienst und Notarzt am Einsatzort eintreffen. Durch diesen Zeitvorteil wurde das so genannte „therapiefreie Intervall“ so gering wie möglich gehalten: Die Zeit zwischen dem Notruf bis zum Eintreffen von Rettungsdienst und Notarzt kann durch qualifizierte Hilfe
überbrückt werden.

One Response to “240 First-Responder-Einsätze im ersten Jahr”

  1. Status3 on Juni 14th, 2009 21:20

    Bei 240 Einsätzen in einem Jahr stellt sich mir doch die Frage, ob hier ein First Responder ausreichend ist oder nicht über die Stationierung eines regulären Rettungsmittels oder zumindest ausgedehntere Wachzeiten nachgedacht werden sollte.

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?