20 kV auf dem Weidezaun


MroseOberspreewald-Lausitz (LFV Brandenburg) – Damit rechnet nicht einmal die Feuerwehr: Zwei Feuerwehrleute folgten Rauchzeichen nach Blitzschlag und blieben an einem Weidezaun hängen.

Ein TSF der Feuerwehr Klein Mehßow mit zwei Feuerwehrleuten besetzt, stellten am 2. August 2008 zufällig eine Rauchentwicklung fest und fuhren mit Ihrem Fahrzeug den Rauchzeichen entgegen. Dort angekommen melden Sie den Brand der Leitstelle und begaben sich zu Fuß mit Spaten in Richtung der Rauchentwicklung, da das Gelände ein Befahren mit dem TSF nicht zuließ.

Um den Einsatzort zu erreichen müssen sie eine Koppel durchqueren. Als der erste Feuerwehrmann den Koppeldraht mit dem Stiefel herunterdrücken wollte, erlitt er einen heftigen Stromschlag, er bleibt regungslos am Boden liegen. Der zweite Feuerwehrmann möchte nun schnell helfen und versucht mit dem Spaten den Koppeldraht zu durchtrennen. Dabei erleidet auch er einen Stromschlag.

Was beide Feuerwehrleute nicht wissen konnten, in etwa 700 m Entfernung war vermutlich durch einen Blitzschlag eine 20 kV Leitung gerissen und lag auf dem Koppeldraht.

Die durch die Leitstelle alarmierten Kräfte und Mittel können nicht sofort die beiden Verletzten erreichen. Zur Lageerkundung wurde der Rettungshubschrauber Christoph 33 hinzugezogen. Eine Rettung der beiden Einsatzkräfte war erst nach Eintreffen des Energieversorgers und dem Freischalten der 20 kV Leitung möglich.

Die zwei Feuerwehrleute wurden per Hubschrauber und Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht, sind aber offenbar auf dem Wege der Besserung.

(Foto: M. Mrose)

One Response to “20 kV auf dem Weidezaun”

  1. kocher on August 22nd, 2009 19:35

    Hier zeigt sich, dass bei Blitzeinschlag unbedingt zuerst die Energieversorger oder ein Elektriker entscheiden muss, ob die Feuerwehr eingreifen darf. Ich habe durch Zufall einen Jägersitz an einen 20 kV Freileitungsmasten entdeckt. Was passiert bei einem Blitzeinschlag. Ich habe sogar Foto’s davon gemacht.

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