19-Jährige erleidet schwere Verbrennungen


Mönchengladbach (pol) – Das Freundschaftsspiel der beiden Istanbuler Vereine Galatasaray und Fenerbahce am Mittwochabend im Borussia Park stand kurz vor dem Abbruch. Beim Abbrennen von Feuerwerksmaterial erlitt eine Frau auf der Tribüne schwerste Brandverletzungen.

Zunächst wollten über 10.000 Zuschauer mehr das Spiel sehen als der Veranstalter geschätzt hatte.
Die Sicherheitskräfte hatten damit gerechnet, dass eine Vielzahl von Besuchern Pyrotechnik mitführen würden. Durchsuchungen an den Eingängen führten dann auch zur Sicherstellung umfangreichen Materials. Trotzdem brannten Anhänger von Fenerbahce nach dem Führungstor ihrer Mannschaft bengalische Feuer ab. Der Schiedsrichter unterbrach das Spiel und bat die Mannschaften in die Kabinen.

Es stand zu befürchten, dass er beim nächsten gleichgelagerten Vorfall gezwungen sein könnte, das Spiel endgültig abzubrechen. Für diesen Fall war die Reaktion der beiden Fanblöcke nicht vorher zu sehen. Aus diesem Grunde entschloss sich die Einsatzleitung der Polizei Verstärkungskräfte anzufordern.

Das Spiel nahm in der Folge dann trotz gelegentlichem Abbrennen von bengalischen Feuern in beiden Blöcken einen ruhigen Verlauf, bis es kurz vor Spielende im Galatasaray-Block in der Nordkurve zum massiven Abbrennen von Pyrotechnik kam. Das Spiel konnte zwar weiterlaufen, aber eine 19-jährige Besucherin erlitt schwerste Verbrennungen dritten Grades, von denen der gesamte Rücken der jungen Frau betroffen war. Sie wurde auf der Stelle einer Spezialklinik zugeführt.

Im Laufe des Spieles mussten zwei weitere Personen mit leichten Brandverletzungen behandelt werden. Diese Vorfälle zeigen deutlich, wie gefährlich das Abbrennen von bengalischen Feuern im engen Raum eines Stadion ist und wie berechtigt die Verbote von Pyrotechnik jeder Art sind.
Der Polizei ist es gelungen mehrere Tatverdächtige festzunehmen, die mit Pyrotechnik geworfen hatten.

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?