19.000 Unfalltote in Deutschland


Dortmund (pm) – Wie die Statistiker der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) jetzt errechneten, ereigneten sich 2008 in Deutschland rund 8,27 Millionen Unfälle. Durchschnittlich erlitt damit etwa jeder zehnte Einwohner in Deutschland einen Unfall.

Für 19.089 Personen hatte der Unfall einen tödlichen Ausgang. Das sind rund 550 Tote mehr als im Vorjahr.

Nahezu ein Drittel aller Unfälle (rund 2,73 Mio.) ereignen sich im häuslichen Bereich. Beinahe ebenso hoch ist die Zahl der Menschen, die sich in ihrer Freizeit verletzten (etwa 2,63 Mio.). Hier spielen vor allem Sportverletzungen eine große Rolle. Es folgen der schulische Bereich mit circa 1,39 Millionen Unfälle und Arbeitsunfälle mit rund 1,11 Millionen Verletzten. Das Schlusslicht bildet bei den Unfallverletzungen der Verkehr mit etwa 0,41 Millionen Betroffenen.

Bei den Unfalltoten zeigt sich ein anderes Bild: Von den rund 19.000 tödlich Verletzten in Deutschland starb 2008 fast jedes vierte Opfer bei einem Verkehrsunfall (24 Prozent). Dennoch führen auch bei den tödlichen Unfällen die Lebensbereiche Haus (36 Prozent) und Freizeit (35 Prozent) die Statistiken deutlich an. Tödliche Arbeits- (3 Prozent) und Schulunfälle (0,04 Prozent) spielen hier jedoch eher eine untergeordnete Rolle.

Da in Deutschland Unfälle nicht einheitlich erfasst werden, greift die BAuA auf veröffentlichte Unfallzahlen aus unterschiedlichen Statistiken zurück oder schätzt die Zahlen anhand dieser Datensätze hoch. In die Statistik fließen unter anderem Daten aus der Todesursachenstatistik, Straßenverkehrsunfallstatistik, den Statistiken der gesetzlichen Unfallversicherungsträger sowie aus einem BAuA-Datensatz zum Unfallgeschehen in Heim und Freizeit ein.

Die Statistik zum Gesamtunfallgeschehen 2008 befindet unter der Adresse www.baua.de/statistik im Bereich Unfälle auf der BAuA-Homepage. Die Statistik kann dort auch als PDF heruntergeladen werden.

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