17 Verletzte bei Pfefferspray-Attacke


Heiligenhaus (pol) – Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser, dachte sich scheinbar eine 16-jährige Schülerin aus Heligenhaus und probierte das Pfefferspray eines Mitschülers aus. 17 Verletzte und ein Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr waren die Folgen.

Die noch nicht abschließend erklärte Handlung einer 16-Schülerin aus Heiligenhaus erforderte am frühen Dienstagnachmittag einen Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei an der Gesamtschule Hülsbecker Straße in Heiligenhaus.

Die Schülerin hatte von einem gleichaltrigen Mitschüler ein Pfefferspray in die Hand bekommen, welches dieser nach eigenen Angaben zur Selbstverteidigung bei sich trug und zum Unterricht in die Schule mitgebracht hatte. Mit noch nicht abschließend geklärter Motivation probierte das Mädchen die Selbstverteidigungswaffe in einem Schulgang aus und setzte dabei eine größere Menge des Reizstoffes frei.

Eine Gruppe von insgesamt 17 Schülerinnen und Schülern der 9. und 10. Klassen sowie die Schulleiterin, die sich auf dem Weg in die Pause befanden, gerieten in die Reizstoffwolke hinein und erlitten hierdurch akute Atemwegs- und Augenreizungen, Übelkeit, Schwindel und Kopfschmerzen.

Nach Erstversorgung aller betroffenen Personen durch die Besatzung eines nach Alarmierung schnell eingetroffenen Rettungswagens, wurden alle nur leicht verletzten Patienten mit Kleinbussen der Heiligenhauser Feuerwehr ins Klinikum Niederberg nach Velbert transportiert, welches jedoch alle Patienten dieses Vorfalles nach nur ambulanter ärztlicher Behandlung wieder verlassen konnten.

Der Einsatzort wurde von Polizei und Feuerwehr für mehrere Minuten aus Gefahren abwehrenden Gründen komplett gesperrt und erst nach ausreichender Lüftung sowie durchgeführter kriminalpolizeilicher Spurensicherung wieder freigegeben.

Die Heiligenhauser Polizei hat ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung und weitere Ermittlungen eingeleitet.

2 Responses to “17 Verletzte bei Pfefferspray-Attacke”

  1. campesino on Juni 2nd, 2010 17:22

    Unwahrscheinlich, dass es sich um Pfefferspray handelte bei der beschriebenen Situation.

    Dieses ist nämlich nicht flüchtig sondern wirkt nur bei direktem Aufsprühen auf Schleimhäute.

    Viel eher muss es sich um CS oder CN gehandelt haben, was ab 14 Jahren als Selbstverteidigungsspray leider frei zu erwerben und führen ist. Beide sind leicht flüchtig und erzeugen daher immer wieder derartige „Kollateralschäden“.

    Dieses Zeug ist Teufelszeug und sollte endlich verboten werden!

  2. Mario Gongolsky on Juni 2nd, 2010 17:47

    Danke für die Klarstellung zum Thema Pfefferspray % CS-Gas!

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