12 Verletzte bei Unfall mit Heißluftballon


Gifhorn (ots) – Beim Absturz eines Heißluftballons sind am Sonntagabend in Abbesbüttel zwölf Menschen verletzt worden, vier von ihnen schwer.

Bei einem Landeversuch auf einer Wiese kurz nach 19 Uhr wurde der Ballon von einer starken Windböe erfasst und wieder angehoben. Der Korb des Ballons schlug zunächst in eine Hainbuchenhecke auf einem angrenzenden Grundstück. Die Windböe trieb den Ballon anschließend über die Wiese bis gegen einen älteren Viehstall, der hierdurch erheblich beschädigt wurde. Danach driftete der Ballon durch mehrere Vorgärten, wobei diverse Zäune beschädigt wurden. Schließlich prallte der Korb gegen eine Garagenwand und kam so letztlich zum Stehen.

Die Ballonhülle legte sich über die Garage bis auf das Dach des angrenzenden Wohnhauses. Dabei wurde einer der beiden Schornsteine abgebrochen, rutschte über die Dachfläche nach unten und schlug direkt vor dem Wohnhaus auf den Boden auf. Zwei auf dem Hof stehende Autos wurden hierbei durch herab fallende Steine und Dachziegel leicht beschädigt.

Ob Personen schon vor dem Aufprall an die Garagenwand aus dem Korb gefallen sind, kann nicht mit Sicherheit gesagt werden. Insgesamt wurden zwölf im Ballon mitfahrende Passagiere mit Rettungswagen in die umliegenden Krankenhäuser gebracht. Drei der vier Schwerverletzten erlitten innere Verletzungen. Der verantwortliche Ballonfahrer blieb unverletzt.

Der Sachschaden beträgt insgesamt ca. 30.000 Euro. Die Kreisstraße 60 wurde für die Zeit der Bergung bis 21.30 Uhr voll gesperrt. Die Feuerwehren aus Groß Schwülper, Meine und Abbesbüttel waren mit 60 Feuerwehrleuten vor Ort. Außerdem waren neun Streifenwagenbesatzungen der Polizei aus Gifhorn und Braunschweig im Einsatz.

Gegen 21.15 Uhr erfolgte die Übergabe des Unfallortes an Mitarbeiter der Braunschweiger Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung, die die Ermittlungen sofort aufnahmen.

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