10 Jahre BBK – ein Rückblick


Bonn (BBK) – Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) konnte im Mai 2014 sein zehnjähriges Bestehen feiern. Gelegenheit für einen Rückblick.

„Land unter“ hieß es im Sommer 2013 in großen Teilen Deutschlands. Zwischen Mai und Juli des letzten Jahres wurden ganze Landstriche entlang von Donau, Elbe und ihren Nebenflüssen überflutet. Das gemeinsame Melde- und Lagezentrum von Bund und Ländern im BBK führte während der Flutkatastrophe das aktuelle Gesamtlagebild.

„Das BBK hat beim Hochwasser 2013 erneut bewiesen, dass wir auf Katastrophen vorbereitet sind. So konnten wir Hilfe aus dem In- und Ausland schnell und zuverlässig genau dorthin bringen, wo sie benötigt wurde. Ich denke zum Beispiel an die mehr als fünf Millionen verteilten Sandsäcke“, sagte Bundesinnenminister de Maizière.

„Beim Hochwasser 2013 hat sich gezeigt, dass alle Akteure im Bund, in den Ländern, den Kommunen und Organisationen signifikant besser und strukturierter gehandelt haben als beim Hochwasser 2002. Das ist auch eine positive Bilanz für die BBK-eigene Akademie für Krisenmanagement, Notfallvorsorge und Zivilschutz“, führte BBK-Präsident Christoph Unger aus. „Die Ausbildung von Krisen- und Verwaltungsstäben haben wir seit Gründung des Amtes kontinuierlich ausgebaut.“

Warnung der Bevölkerung

Das BBK hat 2013 die umfassende Modernisierung und Weiterentwicklung des modularen Warnsystems vorangetrieben. An das vom Bund betriebene Warnsystem sind Rundfunk, Internet, Paging-Dienste und die Deutsche Bahn als Multiplikatoren angeschlossen. Sie können via Satellit in Sekundenschnelle Warnmeldungen erhalten und sie an die Bevölkerung weitergeben. Damit künftig jeder Gefahrenmeldungen und Verhaltenshinweise direkt erhalten kann, entwickelt das BBK eine neue App, die ab Herbst 2014 allen zur Verfügung stehen wird.

Internationale Projekte des BBK

Auch im internationalen Bevölkerungsschutz leistete das BBK wichtige Beiträge: Das Bundesamt unterstützte Tunesien bei der Ausbildung der administrativen Krisenstäbe im Zivilschutz und mit Ausrüstung. Seit 2013 führt das BBK ein Projekt durch, bei dem Kräfte des Jordanischen Zivilschutzes für den Umgang mit chemischen, biologischen, radiologischen und nuklearen Stoffen bei Einsätzen fortgebildet werden.

Das BBK ist das zentrale Organisationselement für die zivile Sicherheit der Bevölkerung in der Bundesrepublik Deutschland. Als Fachbehörde des Bundesministeriums des Innern berät und unterstützt es auch die anderen Bundes- und Landesbehörden bei der Erfüllung ihrer Aufgaben in allen Bereichen der zivilen Sicherheitsvorsorge wie der Notfallvorsorge oder der Selbsthilfe.

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