„Helfer vor Ort“-Projekt geht in Dienst


Bestens vorbereitet: Die FF Wistedt startet einen HvO-Dienst.

Bestens vorbereitet: Die FF Wistedt startet einen HvO-Dienst.

Wistedt (FF) – Rechtzeitig zum 100-jährigen Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Wistedt wird eine neue Aufgabe wahrgenommen. Das Projekt „Helfer vor Ort“ geht am 25.05.2009 in Dienst.

Auch im Einsatzbereich der Feuerwehr Wistedt an der Kreisgrenze zum Kreis Rotenburg-Wümme wird gelegentlich der Nachteil eines „Flächenlandkreises“ deutlich.

Die rettungsdienstliche Versorgung durch den in Tostedt stationierten Rettungswagen ist im Normalfall gut gewährleistet. Doch wenn dieser bereits durch einen Einsatz gebunden ist und ein weiterer Notruf eingeht, ist Geduld angesagt.

Ziel des Projektes ist es nun, das so genannte therapiefreie Intervall, also die Zeit vom Eintritt des Notfalls bis zur Einleitung der Rettungsmaßnahmen, so kurz wie möglich zu halten. Dies gilt im Besonderen, wenn der Tostedter Rettungswagen nicht zeitgerecht an der Einsatzstelle eintreffen kann, weil er bereits in einem anderen Einsatz gebunden ist oder durch die schwierigen Verkehrsverhältnisse auf der Bundesstraße 75 Anfahrtsprobleme zu bewältigen hat, die zu Zeitverlusten führen.

Dies haben die Wistedter Feuerwehrkameraden zum Anlass genommen, um für diese Fälle konkret handeln und helfen zu können. Wenn künftig ein Rettungswagen und ein Notarzt im Einsatzbereich der Feuerwehr Wistedt, den Gemeinden Wistedt und Königsmoor, alarmiert wird, erhält auch die Feuerwehr Wistedt zeitgleich die Alarmierung zu diesem Einsatz, um den Rettungsdienst zu unterstützen.

17 Frauen und Männer haben sich der Sonderausbildung hierfür unterzogen, weitere 6 Kameraden sind ausgebildete Rettungsassistenten und beruflich andernorts im Rettungsdienst tätig.

Nach nun 20 Stunden Zusatzausbildung der nicht bereits professionell tätigen Helfer unter der Leitung eines erfahrenen Notarztes und der Einweisung auf einen Defibrillator geht am 25.05.2009 das „Helfer vor Ort“-Projekt in Dienst.

Durch diese gute Kombination und die hohe Anzahl der freiwillig mitwirkenden Mitglieder wird eine qualitativ hochwertige Versorgung auch durch die Feuerwehr gewährleistet – ehrenamtlich 365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag.

Gut 2000 Euro wurden für die Erweiterung der bereits umfangreichen medizinischen Ausstattung investiert, ausschließlich aus den Mitteln die von den Mitgliedern der Feuerwehr aufgebracht worden sind. Da die Unterstützung des Rettungsdienstes nicht zu den gesetzlichen Pflichtaufgaben der Feuerwehr gehört, hat die Gemeinde Tostedt die anfallenden Kosten nicht übernommen. Einen Teil der Kosten hofft die Wehr über Spenden refinanzieren zu können.

2 Responses to “„Helfer vor Ort“-Projekt geht in Dienst”

  1. hans-heinrich fehling sn. on Januar 7th, 2012 20:10

    ich habe versucht beim Kassierer der Förderen Midgliedern das Hvo bekant zu machen

  2. Tim on November 25th, 2016 20:09

    Habt ihr eine Hvo oder eine FirstResponder gruppe gegründet? Da gibts unterschiede. Hvo habe keine Sonderrechte, FirstResponder schon…?
    Lg. Tim

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