Zusatzfinanzierung für die Notfallversorgung in Uni-Kliniken


Jena (DGINA) – Der Verband der Universitätsklinika Deutschlands und der Medizinische Fakultätentag weisen in einer gemeinsamen Erklärung darauf hin, dass Uni-Kliniken überproportional viele Notfälle behandeln müssen. Der Medizinische Fakultätentag fordert deshalb eine Zusatzfinanzierung für die Notfallversorgung in Universitätskliniken.

Die Deutsche Gesellschaft interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin (DGINA) unterstütze diese Forderung und verweist darauf, dass die Behandlung von Notfallpatienten in Krankenhäusern generell unterfinanziert sei. Auch nicht-universitäre Kliniken, insbesondere solche der Schwerpunkt- und Maximalversorgung, erbrächten umfangreiche Leistungen in der stationären Notfallversorgung, deren Vorhaltekosten nicht im Vergütungssystem abgebildet seien. Zudem werde die ambulante Notfallversorgung an Krankenhäusern ebenfalls nicht kostendeckend finanziert.

„Die fortgeschrittene Qualitätsinitiative von Krankenhäusern mit der Einrichtung zentraler und interdisziplinärer Notaufnahmen muss endlich durch eine kostendeckende Vergütung der dort ambulant und stationär erbrachten Leistungen unterstützt werden“, fordert DGINA-Präsident Professor Christoph Dodt. „Das gilt für alle Krankenhäuser, die sich qualitätsorientiert an der Notfallversorgung beteiligen.“

In dem Zusammenhang erneuert die DGINA ihre Forderung nach einer speziellen Qualifikation für Ärzte in Notaufnahmen, da diese – anders als in vielen europäischen Ländern bereits üblich – in den bisherigen Fort- und Weiterbildungsstrukturen nicht ausreichend berücksichtigt würden. Die jüngst von der Ärztekammer Berlin beschlossene Zusatz-Weiterbildung „Klinische Notfall- und Akutmedizin“ sei ein erster Schritt, dem weitere folgen müssten.

(17.07.2014; Symbolfoto: Helios-Kliniken)

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?