Zahl der Auszubildenden im Rettungsdienst steigt


DSC_2183Bonn (BIBB) – Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat in einer aktuellen Studie Daten und Fakten zu den Ausbildungsgängen der 17 bundesrechtlich geregelten Gesundheitsfachberufe in einer Gesamtbetrachtung ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen insgesamt steigende Schülerzahlen – auch im Rettungsdienst.

Die steigenden Ausbildungszahlen in der Gesundheits-, Kranken- und insbesondere in der Altenpflege sind umso wichtiger, als dass aufgrund der demografischen Entwicklung von einem stark steigenden Bedarf auszugehen sei, teilte das BIBB mit.

Im Einzelnen zeigt die Auswertung des BIBB auf der Grundlage der Daten des Statistischen Bundesamtes, dass mit rund 187.000 Schülern im Jahr 2011/2012 im Vergleich zum Schuljahr 2007/2008 ein Anstieg um 5,9 Prozent in nicht-akademischen Erstausbildungen der Gesundheitsfachberufe zu verzeichnen ist. Steigende Zahlen verzeichnen zum Beispiel die Ausbildungsgänge…

  • …Gesundheits- und Kinderkrankenpflege (+4,7 Prozent),
  • …Gesundheits- und Krankenpflege (+7,6 Prozent),
  • …zum Rettungsassistenten (+21,6 Prozent) sowie
  • …zum Podologen (+29,7 Prozent).

Der größte Anstieg mit +36,2 Prozent ist jedoch in der Altenpflegeausbildung zu verzeichnen. Hier sind sogar noch weitere Steigerungen vor dem Hintergrund der Ende 2012 vereinbarten „Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive Altenpflege“ zu erwarten.

Rückläufige Zahlen verzeichnen dagegen die Ausbildungen zum Physiotherapeuten (-10,1 Prozent), zum Ergotherapeuten (-23,7 Prozent), zum Masseur und medizinischen Bademeister (-28,1 Prozent) sowie zum Diätassistenten (-42,2 Prozent).

Mit einem Anteil von fast 66 Prozent aller Schüler kommt den drei Pflegeberufen „Altenpflege“, „Gesundheits- und Krankenpflege“ sowie „Gesundheits- und Kinderkrankenpflege“ im Schuljahr 2011/2012 quantitativ die größte Bedeutung im Bereich der Gesundheitsfachberufe zu.

(28.07.2014; Symbolfoto: Markus Brändli)

6 Responses to “Zahl der Auszubildenden im Rettungsdienst steigt”

  1. Der Münchner on Juli 28th, 2014 15:56

    dass die Zahl der RettAss Azubis so gestiegen ist, hängt womöglich damit zusammen, dass mit Ablauf dieses Jahres die Ausbildung nicht mehr angeboten wird und einige diese Ausbildung noch „mitnahmen“ wollen. Um wirklich eine Aussage treffen zu können, muss man mal die Anzahl der NFS Azubis abwarten. Der Rückgang bei den Physiotherapeuten liegt auch an den reglementierten Ausbildungsstätten. Viele, die in München keinen Platz bekommen, müssen nach Passau oder sonst wohin. Wenn man das nicht will, macht man halt was anderes.
    Wenn man übringens die komplette Studienauswertung anschaut und nicht nur die Pressemitteilung, dann steht dort, dass die prozentualen Verteilung der Schülerzahlen beim RettAss rückläufig sind (S.10 dritter Punkt).

  2. Thomas Wagner via Facebook on Juli 28th, 2014 17:20

    Die Steigerung der Ausbildungszahlen im RD ist als Einmaleffekt zu werten, da ab Jahresende der Beginn der RA-Ausbildung nicht mehr möglich und nun noch schnell zahlreiche Personen die Möglichkeit nutzen, nach bestandener RA-Prüfung den NFS über Ergänzungsschulungen und -prüfungen absolvieren zu können. Es gibt nicht den geringsten Anlass zu Optimismus, sämtliche RD-Erbringer haben die Entwicklung schlichtweg verschlafen oder aus Überheblichkeit ignoriert. Die Einführung des NFS wird das Personalproblem schon sehr bald drastisch verschärfen!

  3. Olaf on Juli 28th, 2014 19:23

    @ Thomas

    Da liegt der Hase im Pfeffer. Viele AG und Betreiber haben augenscheinlich noch nicht verstanden dass RD-Personal in den nächsten Jahre wenn überhaupt nur bedarfsorientiert ausgebildet wird, also wie in jedem anderen Lehrberuf. Die Zeiten des Überflusse (“ RettAss wachsen am Baum“) sind vorrüber.
    Für die RD-Kollegen, die die nächsten Jahre im RD bleiben, könnten theoretisch „goldene“ Zeiten anbrechen…..

  4. Olaf on Juli 30th, 2014 13:57

    @ Olaf was für ein Blödsinn, lebst Du im Wunderland? Realität ist nicht so Deins. Ras Wachsen am Baum und so wird es immer bleiben. Ok wer seine Zukunft verbauen möchte geht in den Rd……

  5. Olaf on August 3rd, 2014 19:08

    @ Olaf

    Ich schrieb von RettAss, deren Ausbildungsgrunglage endet. NFS kann nicht mehr jedermann werden der „gesund“ ist und die Mittel für die Ausbildung hat. Sicher, die letzten Ausbildungsgänge RettAss kommen demnächst auf dem Markt… Und dann wird „nur noch“ der NFS ausgebildet. Bei den RettSan gebe ich Dir Recht, die werden weiterhin ausgebildet werden. Und wie dann die Bundesländer auf diese ggf. im RD zurückgreifen ist ja noch offen.
    Und ja, Realität ist durch aus meins. Allerdings möglicher Weise aus einem anderen Blickwinkel.

  6. Olaf on August 19th, 2014 15:03

    Wäre schön zu wissen wie lange jener der Auzubis auch wirklich danach im RD bleibt. Ist ja auch Mode dieses als überbrückung zu machen um auf ein Studienplatz zu warten…… gibt es auch in keiner anderen Berufssparte.
    Und so verstreichen bei den meisten 4-6 Jahre bis Sie mal einen Platz haben….nervt ein wenig.

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