Wien: Rettung fährt Schritttempo


Wiener Rettung; Magistrat 70Wien (GPA-DJP/vida/ÖGB/OTS) – Die Wiener Rettungs- und Krankentransporte demonstrieren morgen für mehr Personal und faire Arbeits- und Vergütungsregelungen.

Die Beschäftigten der Rettungs- und Krankentransporte Rotes Kreuz, Arbeitersamariterbund, Malteser und Johanniter treten für einheitliche hohe Standards in allen Rettungs- und Krankentransportorganisationen ein und fordern faire Arbeitsbedingungen.

Noch zählen die Wiener Rettungs- und Krankentransporte zu den besten der Welt. 2007 gewannen die Wiener Rettungsorganisationen der Titel des Weltmeisters im Rettungswesen.
Doch das Vorzeigesystem in österreichs Hauptstadt steht derzeit in Wahrheit kurz vor dem Personalkollaps. Bereits vor zwei Jahren haben die Mitarbeiter auf den eklatanten Personalmangel hingewiesen und auch Experten kamen unumwunden zu dem Ergebnis, dass man mit der derzeitigen Organisationsstruktur aufKarin Praniess-Kastner lange Sicht nicht das hinkommen wird. Der Hilferuf des Personals, wonach am vergangenen Wochenende aufgrund des massiven Personalmangels zahlreiche Einsatzfahrzeuge unzureichend besetzt in den Einsatz gingen, ist im Wiener Rathaus abermals ungehört verhallt.

Jetzt, im Jahr der Fußball-Weltmeisterschaft müssen die personellen Rahmenbedingungen im Wiener Rettungsdienst einfach stimmen: „Gegen den eklatanten Personalmangel muss endlich etwas unternommen werden“, kritisiert die Landtagsabgeordnete Karin Praniess-Kastner (ÖVP Wien, siehe Foto), Mitglied im Wiener Gesundheits- und Sozialausschuss.

Um den Forderungen Nachdruck zu verleihen, werden am 21. Mai 2008 Beschäftigte mit Fahrzeugen der vier Rettungs- und Krankentransporteorganisationen die Wiener Ringstraße eineinhalb Mal im Schritttempo umrunden. Um 9:30 Uhr wird eine Abschlusskundgebung auf dem Ballhausplatz stattfinden.

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