Wie verhalte ich mich nach einem Anschlag?


Bonn (BKK) – Eine aktuelle Handlungshilfe für Einsatzkräfte nach einem Anschlagsereignis (HEIKAT) haben im Katastrophenschutz tätige Organisationen unter der Federführung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) herausgegeben. Ziel ist es, Entscheidungsträger und Einsatzkräfte für derartige Gefahren zu sensibilisieren, Wege der Gefahrenerkennung aufzuzeigen und mögliche Handlungs- und Denkabläufe anzustoßen. HEIKAT besteht aus einem Informationsfaltblatt und einer eingearbeiteten Einsatzkarte im Taschenformat für die Einsatzkräfte. Sie wird über die Spitzenverbände im Katastrophenschutz an die Einsatzkräfte verteilt. Zusätzlich bietet die Informationsplattform deNIS (Deutsches Notfallvorsorge-Informationssytem, www.denis.bund.de) den Katastrophen- und Zivilschutzorganisationen neue Möglichkeiten, Ausbildungskonzepte und Einsatzerfahrungen auszutauschen und sich über abstrakte Gefährdungseinschätzungen zu informieren.

Hintergrund für die Entwicklung von HEIKAT sind zum Beispiel die fehlgeschlagenen Kofferbombenanschläge im Jahr 2006 und die vereitelten Sprengstoffanschläge im Jahr 2007, deren Folgen katastrophal gewesen wären. Experten sind sich einig, dass weiterhin eine Gefährdung durch terroristische Anschläge in Deutschland besteht. Dabei stellen insbesondere Anschläge mit biologischen und chemischen Kampfstoffen eine große Gefahr dar. Zweitanschläge auf Einsatzkräfte an Einsatzstellen sind denkbar. Es ist notwendig, alle Einsatzkräften im Bevölkerungsschutz auf diese neue Situation vorzubereiten.

Vor diesem Hintergrund bildete sich im Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) eine Arbeitsgruppe mit dem Thema „Handlungshilfen für Einsatzkräfte nach einem Anschlagsereignis“ – kurz HEIKAT. Die Handlungshilfe HEIKAT baut auf bestehenden Dienstvorschriften der Katastrophen- und Zivilschutzorganisationen auf. Ebenso wurden Inhalte aus schon bestehenden Handlungshilfen der in der Arbeitsgruppe mitwirkenden Organisationen sowie aus bestehenden Konzepten verschiedener Bundesländer, wie z.B. Land Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, aufgenommen. Außerdem wurden Anschläge der Vergangenheit untersucht, unter anderem auch unter dem Aspekt, auf welche Weise die Einsatzkräfte selbst gefährdet werden könnten.

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