Wie Roboter Menschenleben retten


RoboCup_TH_NuernbergNürnberg (idw) – Einsturzgefährdete Gebäude, Feuer und radioaktive Strahlung: Faktoren, die Rettungskräfte bei der Suche nach Verletzten oder Vermissten an ihre Grenzen bringen. Roboter könnten in Zukunft die Helfer unterstützen. Das Team „AutonOHM“ der Technischen Hochschule Nürnberg zum Beispiel entwickelt schon seit drei Jahren derartige Roboter.

Das Testgelände für die Nürnberger Roboter ist ein Labyrinth aus Holz-Hindernissen, Rampen und Treppen. Es befindet sich in der TH Nürnberg und umfasst auch kleine Puppen, die die Opfer darstellen. Die Roboter sollen diese möglichst schnell und selbstständig finden. Hierzu besitzen die elektronischen Lebensretter CO2-Sensoren, mit denen die Atmung von Menschen erkannt wird. Außerdem sind sie mit Mikrophonen sowie Farb- und Thermokameras ausgestattet.

Georg ist einer der fränkischen Rettungs-Roboter und gilt seit 2011 als der Star im Labor für mobile Robotik. Er lockt jährlich zahlreiche Studierende an, die ihr Wissen mit Georgs Hilfe ausprobieren wollen. Mittlerweile ist Georg so weit entwickelt, dass er sich selbstständig im unwegsamen Gelände bewegen kann.

Neu im Labor ist Simon. Auch er ist ein Roboter, der von einem Bediener gesteuert wird, um so in noch unzugänglicheres Gelände vorzudringen.

Anfang April 2014 nahmen Georg und Simon in Magdeburg beim RoboCup German Open teil. In der Rescue Robot League belegten sie mit ihrem Team „AutonOHM“ Platz 2 hinter Hector Darmstadt, der Mannschaft der Technischen Universität Darmstadt.

„Das Finden der Opfer hat höchste Priorität und wird bei der Meisterschaft auch mit den meisten Punkten belohnt“, berichtet der Projektleiter, Professor Dr. Stefan May. „Für den Bau einer detaillierten Umgebungskarte und das Erkennen von Hinweis- und Gefahrenschildern verteilen Juroren dann noch zusätzliche Punkte.“

(22.04.2014; Foto: TH Nürnberg)

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