Weltrekord durch „Christoph 31“


Berlin (ADAC) – Der in Berlin stationierte Rettungshubschrauber „Christoph 31“ hat kürzlich seinen 3000. Einsatz in diesem Jahr absolviert. Damit stellte das Team laut ADAC-Luftrettung einen Weltrekord auf: Mehr Einsätze habe keine andere Maschine in einem Jahr absolviert.

Der ohnehin schon meistbeschäftigte Hubschrauber der gelben Flotte erreichte eine Einsatzzahl, die nicht nur in Deutschland, sondern weltweit ohne Beispiel zu sein scheint. Die Rettungshubschrauber der ADAC-Luftrettung fliegen im Durchschnitt 1500 bis 1800 Mal zu ihren meist lebensrettenden Einsätzen.

Die hohe Einsatzzahl in Berlin zeige, wie wichtig der Hubschrauber für die Bundeshauptstadt sei, so der ADAC. Denn obwohl bereits im Januar 2008 drei zusätzliche Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF) eingeführt wurden, stieg die Einsatzzahl von „Christoph 31“. In über 80 Prozent der Fälle wurde der Hubschrauber durch die Leitstelle der Berliner Feuerwehr zu internistischen Notfällen wie zum Beispiel Herzinfarkten oder Schlaganfällen gerufen.

Der Rettungshubschrauber „Christoph 31“ ist im Herbst 1987 in Dienst gestellt worden und seitdem an der Charité, Campus Benjamin Franklin in Steglitz, stationiert. Anfangs versorgte er zunächst nur den Westteil der Stadt. Seit 1990 ist er für ganz Berlin einsatzbereit.

2 Responses to “Weltrekord durch „Christoph 31“”

  1. Mario Gongolsky on Dezember 10th, 2008 12:50

    Eigentlich ist ein Rekord Anlass zur Freude. Doch der Einsatzrekord des Christoph 31 in Berlin hat einen bitteren Beigeschmack.

    3.000 Einsätze in 337 Tagen entsprechen einer Einsatzfrequenz von 8,9 Einsätzen pro Tag, die ausschließlich in der Tageslichtzeit abgewickelt werden. Im Winter kommt man so auf 7 – 8 Stunden im Sommer auf 16 – 17 Stunden Schichtlänge. Selbst wenn man berücksichtigt, dass der Berliner Hubschrauber kurze Einsatzwege fliegt und nicht allzu oft den Patienten selbst transportiert, klingen annähernd 9 Einsätze pro Tag kaum machbar.

    “Es ist sicherlich richtig, wenn man aus dem Rekord folgert, dass die Besatzungen des Christoph 31 ihre Belastungsgrenze erreicht haben”, räumt Jürgen Grieving, ADAC-Pressesprecher für den Bereich Luftrettung auf Nachfrage ein. “Im Sommer 2006 hat der ADAC einen Versuch gestartet und zwei Hubschrauber für Berlin eingesetzt. Nun werden die Erfahrungen aus den Versuch durch die aktuellen Einsatzzahlen untermauert.” Für den ADAC ist demnach klar: Berlin braucht einen zweiten Hubschrauber.

  2. Leon bischoff ( 9 Jahre ) on November 11th, 2010 17:02

    Ich bin Leon, 9 Jahre alt und wohne in Berlin. Ich interessiere mich schon seit ich 3 Jahre alt bin, für den ADAC Hubschrauber Christoph 31 und kenne auch einen Piloten der heißt Garry .Er fliegt den Christoph 31. Das ist der netteste Hubschrauberpilot auf der ganzen Welt. Ich weiß von ihm deswegen auch auch schon eine ganze Menge über Hubschrauber. Ich bin beeindruckt, dass der ADAC einen Rekord aufgestellt hat. Doof finde ich aber, dass sich so viele Leute verletzt haben.
    Leon

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