Warn-Streik: Leipziger Krankenwagen bleiben stehen


Leipzig Rathaus, Gunnar Richter Creative Commons LicenceBerlin-Leipzig (Ver.di) – In Leipzig bleiben heute zwischen 13.00 Uhr und 15.00 Uhr die Krankenwagen beim Deutschen Roten Kreuz Leipziger Land stehen. Die Gewerkschaft ver.di ruft zu einem zweistündigen Warnstreik auf.

Von 13 bis 15 Uhr werden keine Krankentransporte gefahren. Die für diese Zeit geplanten Fahrten verschieben sich. „Der Rettungsdienst bleibt aber auch während des Warnstreiks gesichert“, erklärte Gabriele Meyer von Ver.di.

Die Gewerkschaft will mit dem Ausstand den Druck auf die Tarifgemeinschaft der Arbeitgeber erhöhen, die sich bisher weigert, den Ver.di-Tarifvertrag anzuwenden. Statt dessen hatte das DRK 2002 mit dem Deutschen Handels- und Industrieangestellten-Verband (DHV) einen Tarifvertrag abgeschlossen und so laut Ver.di Tarifabsenkungen durchgesetzt.

„Unsere Mitglieder sind entschlossen, für ihren Tarifvertrag und dessen Weiterentwicklung zu kämpfen“, so Meyer. „Seit sechs Jahren werden ihnen Einkommenserhöhungen verweigert. Die Wut darüber ist lange angewachsen. Nun reicht es!“

Der Warnstreik beim DRK Leipziger Land ist nur der Anfang. Ver.di will einen Tarifvertrag für ganz Sachsen.

Mehr Information: Kuscheltarifverträge mit dem DRK

(Foto: Gunnar Richter CC)

One Response to “Warn-Streik: Leipziger Krankenwagen bleiben stehen”

  1. Mc-Maeggie on Juni 1st, 2008 17:42

    Wir Rettungsdienstmitarbeiter werden uns alle noch umgucken was in Sachsen und Deutschland noch passiert.Wir brauchen doch nur das Thema Ausschreibung des Rettungsdienstes bzw. Vergabe des Rettungsdienstes herzunehmen.Da wo ich arbeite ist seit mehreren Jahren der Lohn eingefrostet und jetzt bei der Ausschreibung wird uns der Lohn noch einmal gekürzt (Dank für die Bodenstämmigkeit) um Arbeitsplätze zuhalten! Tarifvertrag was ist das?Wir sind die dummen der Nation und bleiben es.Warum ist in diesem Staat keiner in der Lage (VERDI) den Arbeitgebern mal richtig auf die Finger zuhauen.Wenn Ich nach Tarif bezahlt werden würde,hätte ich SECHShundert Euro mehr.Nun reden wir aber von Europaweiter Ausschreibung und das heißt eigentlich nichts weiter das in Ostdeutschland (Sachsen) Gerichte angerufen werden wo Ausschreibungen erst angefochten werden.Wenn die EU recht bekommt dann kann es zu massiven Klagewellen kommen.Warum sage ich das? Weil meiner Meinung nach bei einer Kündigung hier das Prinzip der BEDARFSKÜNDIGUNG greift.Ich bin 47 und verdiene einfach zuviel,ein junger Kollege würde um die Hälfte verdienen und damit freut sich die KV.
    Wer bezahlt mir dann eigentlich die Abfindung?Wenn mein AG die bezahlt dann haben wir ein nächstes Problem:Es gehen Organisation kaputt weil die Summen einfach zu hoch sind welche gezahlt werden müssen!Bei uns sind viele Kollegen dabei die vor der Wende in diesem Beruf gearbeitet haben.
    Das was Leipzig und Borna gemacht haben ist eigentlich einmal ein Anfang aber wie geht es weiter wo bleibt jetzt die Gewerkschaft?Lehnt sie sich jetzt zurück und sagt:“Wir können nicht mehr für euch tun!“ Wo ist die Lohnangleichung,arbeiten bzw. retten wir anders, ist der Infarkt anders wie in den alten Bundesländern kämpfen wir nicht alle um den Patienten mit den gleichen Mitteln? Eigentlich denke ich doch.
    Interresiert es eigentlich jemanden in den Führungsebenen was wir Rettungsdienstler, egal ob Rettungssanitäter oder Rettungsassistent,für eine
    VERPFLICHTUNG gegenüber der Menschheit haben?Es ist nur interresant das wir nicht zuviel Geld verdienen das man nur Sparen können.
    Zum Schluß noch angemerkt:Vieleicht liest eine Frau Schmidt auch diese Zeilen was ich nicht glaube aber ich hätte noch eine kleine Anregung:Finden sie eine Krankenkasse für diesen kranken Staat und dann können auch sie mit ihrem Enkel Purzelbäume schlagen.

    MFG Mc-Maeggie

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